Sonntag, 25. September 2016

Bibliotheksführung in Halle

Zu einer Führung durch die neue Bibliothek der Geistes- und Sozialwissenschaften am Steintor-Campus in Halle/Saale lädt die Regionalgruppe Halle und Umgebung der Pirckheimer-Gesellschaft ein. Gäste sind herzlich willkommen. Die Führung findet am Dienstag, 27. September, statt. Treffpunkt ist um 17.30 Uhr am Bibliothekskubus an der Ludwig-Wucherer-Straße / Ecke Emil-Abderhalden-Straße vor dem Haupteingang. Dr. Walter Müller, bekannt durch seine kenntnisreichen Vorträge zu Persönlichkeiten der halleschen Kultur- und Stadtgeschichte und leitender Angestellter an der Universitätsbibliothek, wird über den modernen Bibliotheksbau erzählen, der den Buchbestand von ehemals sieben Zweigbibliotheken der Martin-Luther-Universität umfasst.

27. September 2016

Bibliothek Steintor Campus
Emil-Abderhalden-Straße 25, 06108 Halle (Saale)

Galerie Taube zu Gast bei den Pirckheimern

Der der ursprunglich aus Leba im damaligen Hinterpommern kommende Inhaber der Berliner Galerie Taube, Klaus Märtens, gab den Teilnehmern des Bibliophilen-Abends der Regionalgruppe Berlin-Brandenburg im Kleinen Säulensaal der Zentral- und Landesbibliothek Berlin einen spannenden Abriss zur modernen Malerei.
Unter anderem ging Klaus Märtens auch auf die heftige Debatte zwischen den Vertretern der gegenständlichen Malerei (Carl Hofer) und der abstrakten (Willi Baumeister, Will Grohmann) ein, die in den 50gern nicht nur in Westdeutschland geführt wurde. Mit der Gründung der Galerie Taube am 1. Juni 1973, schuf Klaus Märtens nicht nur jungen Künstlern die Möglichkeit, ihre Bilder auszustellen, auch den bereits bekannten Conrad Felixmüller stellte er aus, nachdem dieser in Zehlendorf seinen Alterssitz genommen hatte. So ist z.B. der Chinese Ye Liu, der in Berlin studierte und seine ersten Bilder in der Galerie Taube ausstellen konnte, heute international bekannt.
Der Vortrag wurde mit Bildprojektionen und ausgelegten Büchern und Katalogen bereichert und schloss mit einer improvisierten Tombola, bei der jeder der Teilnehmer einen seiner Kataloge als Erinnerung an den Abend mit nach Hause nehmen.

Freitag, 23. September 2016

Donnerstag, 22. September 2016

Die Eremitenpresse im Schloss Sanssouris

Als V.0. Stomps (1897-1970) mit seinem Verlag „Eremiten-Presse” 1954 nach Stierstadt im Taunus zog, mauserte sich ein alter Schuppen am Bahndamm zum „Schloss Sanssouris“ - und erlebte ungeheure Zeiten. V.0. war ein fabelhafter Verleger. Wichtig war ihm das Fördern junger, frischer Literatur: Auf der Stompschen Spielwiese tummelten sich u.a. Gabriele Wohmann, Christoph Meckel oder Guntram Vesper, veröffentlichten ihre Erstlinge und wurden berühmt.
Die Ausstellung “Literarischer Salon und Autorenwerkstatt” und der Film “Die Gesellschaft braucht Einzelgänger. V.O. Stomps” (Kirsch/Storps WDR 1965) zeigen Victor Otto Stomps Leben und Wirken in der Eremiten-Presse. In der Abendveranstaltung erinnern Harry Oberländer und Uve Schmidt an die Eremiten-Jahre in Stierstadt. Im Anschluss lesen – ganz im Sinne der Autorenschmiede – die jungen Lyriker Carolin Callies und Martin Piekar zusammen mit dem etablierten Olaf Velte aus ihren Gedichten.

Ausstellung und Lesung: 25. September 2015

Hohemarkstr. 18, 61440 Oberursel

neu im Archiv

Im Archiv der Pirckheimer-Gesellschaft sollten eigentlich alle Publikationen vorhanden sein, leider ist jedoch mit dem Umzug von der Friedrichstraße in die Nordkapstraße einiges verloren gegangen. Aus Schenkungen und Nachlässen konnten einige Fehlbestände in den letzten 25 Jahren wieder ersetzt werden, gestern nun ein Katalog zu einer Wanderausstellung, die in der Medizinischen Akademie Carl Gustav Carus Dresden, in der Charité Berlin und in Magdeburg in den Jahren 1989 und 1990 gezeigt wurde, kuratiert vom Graphiker Wolfgang Beier und dem damaligen Rektor der Medizinischen Akademie Dresden und Pirckheimer Prof. Albrecht Scholz.
Der 24seitige broschierte Katalog "Lebenskreis" mit Graphiken und Illustrationen zum Thema Geburt, Leben und Tod erschien 1989 ohne Verlagsangabe.

Dienstag, 20. September 2016

Einblicke in die Galerie Ulrich Grimm

Die Öffentliche Jahreshauptversammlung des Vereins der Bibliophilen und Graphikfreunde Magdeburg und Sachsen-Anhalt "Willibald Pirckheimer", einer Schwestergesellschaft der Pirckheimer-Gesellschaft, findet in der Galerie Grimm in Magdeburg statt.
Im Anschluss öffnet Galerie-Inhaber Ulrich Grimm seine Räumlichkeiten. Dazu sind nicht nur die Vereinsmitglieder, sondern alle Freunde des schönen Buches, von Grafik und Exlibris bei Kaffee und Kuchen gern gesehene Gäste. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Ulrich Grimm wird einen kurzen Abriss zur Galeriegeschichte, zu 25 Jahren Edition Ulrich Grimm und spezielle Eindrücke im Bereich der Drucktechnik, sowie einen Einblick in seine eigene Arbeitsweise geben. Im Anschluss können Sie sich die aktuelle Ausstellung ansehen und mit Ulrich Grimm ins Gespräch kommen. Außerdem stellt sich die Buchhandlung „Fabularium“ mit einem Büchertisch vor.

Jahreshauptversammlung: 24. September 2016, 16 Uhr
Galeriebesichtigung: ca. 15 Uhr

Jean-Burger-Str. 2 in 39112 Magdeburg

75 Beiträge für die "Weltbühne" in einem Band

Elke Lang gibt Buch über ihren verstorbenen Ehemann und Kunsthistoriker und -kritiker Lothar Lang heraus
Vor wenigen Tagen wurde hier auf die Herausgabe des Sammelbandes "Begegnung und Reflexion" von Elke Lang mit Texten von Lothar Lang verwiesen - die Marginalien 223 werden eine Rezension dieses Bandes von Jürgen Engler enthalten.
Auch die Märkischer Oderzeitung machte am 20. September auf dieses Buch aufmerksam, illustriert mit einem Foto von Ralph Parkner.
Der Text kann hier oder durch Klick auf den Ausriss nachgelesen werden.

Montag, 19. September 2016

Bildhaftes steht neben Zeichenhaftem

Friedrich B. Henkel: Figur Figuration Zeichen. Skulptur und Grafik

Für mich ist das EWE Kunstparkhaus zu einem besonderen Ort geworden durch die vielen wunderbaren Ausstellungen, die ich hier sehen konnte“, schwärmte der promovierte Berliner Kunsthistoriker Jens Semrau in seiner Rede zur Eröffnung der Präsentation von Skulpturen und Grafiken des Bernauer Bildhauers Friedrich B. Henkel am 15. September. Diesmal begeisterte er sich über eine „Prachtentfaltung durch Material, Farbe und Größenmaße der Stein- und Papierarbeiten“. Dabei ist der Künstler keiner, der durch Buntheit, Kontraste oder Monumentalität beeindrucken will. Vielmehr ist, wie der Kunsthistoriker beobachtet hat, der die Entwicklung des Bildhauers schon sehr lange auch publizistisch begleitet, eine „Tendenz der Steigerung der Reduktion der Figur bis zum Zeichen“ erkennbar, „Zeichen, die für sich selbst stehen, aber immer auf konkrete Erlebnisse zurückgehen“. Viele dieser Erlebnisse haben mit Reisen zu tun, bei denen sich der 1936 in Zella / Rhön Geborene mit Gesteinsformationen auseinandersetzt, wie sie ihn seit seiner Kindheit in der heimatlichen Gebirgslandschaft faszinieren. Allerdings gestaltet er sie nicht naturalistisch nach, sondern es vereinen in in ihnen „Naturhaftigkeit und kulturelle Prägung
“, wie Jens Semrau feststellte. Wenn Friedrich B. Henkel „Reisen zu neuen Landschaftseindrücken“ unternimmt, komme er „nicht mit der tradierten Formenwelt“ zurück.
Friedrich B. Henkel und Harald Metzkes, Foto © Elke lang
Die Ausstellung des Meisterschülers an der Deutschen Akademie der Künste, Berlin bei Fritz Cremer von 1966 bis 1969 und Träger des Will-Lammert-Preises der Akademie der Künste, Berlin 1971, des Kunstpreises der DDR 1976 sowie des Brandenburgischen Kunstpreises für Skulptur 2007 zeigt eine große Vielfalt, wobei die Gliederung der Präsentation „Arbeitsphasen, aber auch Zusammenhänge sichtbar macht“, wie Semrau sagt. Bildhaftes steht neben Zeichenhaftem. Viel und gern gestaltet Friedrich B. Henkel, der in Biesenthal bei Bernau in seinem Freiluftatelier wirkt, in kostbarem Marmor, der sich mitten in der Natur leuchtend vor dem Blattwerk entfaltet. Ganz neu in seinem Schaffen ist die Arbeit mit Holz, Bauholz aus alten Gemäuern, bei dessen kreativer Verarbeitung er sich vom Fachwerk anregen lässt. „Man kann sagen: Das ist ein starker Auftritt“, schloss Jens Semrau seine Laudatio.
(Elke Lang)

Ausstellung: 15. September - 30. November
Künstlergespräch zwischen Friedrich B. Henkel und dem Kulturjournalisten Peter Liebers: 11. Oktober, 18 Uhr 

Strausberg, Hegermühlenstraße 58

Freitag, 16. September 2016

Arno Schmidt »Eine Bildbiographie«

Es ist ein seltene Ereignis, dass ein Buch schon weit vor seinem Erscheinungstermin fertig ist: die Bildbiographie Arno Schmidt habe ich schon ausgiebig in Hermann Wiedenroths Antiquariat beschnuppern können. Jetzt gibt es dazu auch dieses sehenswertes Filmchen.
(Ulrich Goerdten)

ans Herz gelegt: Marginalien

Für die Zusendung dieser jeden Leser und jeden Liebhaber schöner Druckkunst glücklich machenden Zeitschrift möchte ich Ralph Aepler sehr herzlich danken! Text und Paratext sind jetzt Freunde; so könnte man verkürzen, was die MARGINALIEN bieten. Ich habe mit großem Genuss in den zwei Probeexemplaren gestöbert, gestaunt und bewundert. Ich möchte die Zeitschrift allen ans Herz legen.
(Frank Berzbach)

Mittwoch, 14. September 2016

Märchen und Legenden

Vor zehn Jahren ist das Märchenbuch Sieben auf einen Streich von Eckhard Froeschlin entstanden. Heute erscheint sein Graphik-Kalender für 2017 mit sechs teils mehrfarbigen Radierungen zu Märchen und Legenden: zu drei Klassikern der Brüder Grimm, darunter auch wieder Das tapfere Schneiderlein, zu Jakobs Leiter, zu Wagners Fliegendem Holländer und zu Mörikes Historie von der schönen Lau im Blautopf unweit der Donau.
Die sechs Radierungen sind auf Arches-Bütten in einer Auflage von 35 Exemplaren gedruckt. Zu jeder Radierung gehören zwei separate Kalendariumsblätter im Bleihandsatz. Die Holzstäbchenbindung mit naturfarbenem Rückkarton ist die gleiche wie in den früheren Kalendern der Edition, das Format ist 55 x 38 cm.
Der Preis für den Kalender beträgt bei Bestellung bis 31. Oktober 2016 220,- €, danach 250,- €. Bei Sammel- oder Mehrfachbestellung mit gemeinsamem Versand gilt ein Rabatt von 10 Prozent. Der Kalender kann ab sofort bei der Edition Schwarze Seite in Scheer gesehen und bestellt werden.

Alte Papierfabrik, Fabrikstr. 32-40, 72516 Scheer

Haben Sie das alles gelesen?

Lesung: 15. September 2016, 19 Uhr

Antiquariat Central W33
Georg-Schwarz-Str. 12, 04177 Leipzig

Fußball, Hexen und ein Osterwunder

So überschreibt der Brandenburger Kurier am 13. September, Seite 23, einen Bericht über das Projekt der Bücherkinder Brandenburg über Werner Klemke.
Abgedruckt wird neben dem hier bereits vorgestellten Bericht von Armin Schubert auch die Erzählung "Der Löwenkater" aus dem Buch von Franz Bauch. Der Beitrag kann auch durch Klick auf den obigen Ausriss aufgerufen werden.

Dienstag, 13. September 2016

Hefte, Schachteln und Bücher

Der Kölner Grafiker Steffen Missmahl ist vor allem als Buchgestalter und Buchsammler hervorgetreten. Aber neben dieser Beschäftigung mit den Büchern anderer Künstler hat er seit seinem Kunststudium in den 70er Jahren ein eigenständiges künstierisches Werk in Form von analogen und digitalen Collagen sowie Künstlerbüchern in unterschiedlichen Techniken geschaffen. Missmahls Arbeiten sind gekennzeichnet durch eine Lust am Experimentieren und der Kombination unterschiedlichster Fundstücke sowie durch einen feinsinnigen, oft hintergründigen Humor und einen überraschenden Sprachwitz.
Die Ausstellung gibt erstmals einen Einblick in sein künstlerisches Werk und zeigt sowohl eine Auswahl der seit den 70er Jahren entstandenen Künstlerbücher als auch der begleitenden Papierarbeiten. Zur Ausstellung erscheint anstelle eines Katalogs ein Künstlerbuch in limitierter Auflage sowie eine Künstlerzeitung.

Ausstellung: 25. September - 13. November 2016

Burgallee
53840 Troisdorf

Nuria Quevedo


Henry Günther schließt sich der Unterstützung der Bücherkinder Brandenburg an und spendet die Kaltmadelradierung von Nuria Quevedo zu dem Buch "KANTS AFFE" von Karl Mickel, erschienen als 3. Druck der edition balance, 1992.
Blattformat: 70 x 55 cm
Bildformat: 50 x 36 cm
€ 250


1 Kommentar:

Armin Schubert hat gesagt...
Danke für die anhaltende Solidarität, die ich seit 1989 - beginnend auf dem Alexanderplatz von Berlin - erfahre. Es scheint jetzt wieder nötig zu sein. Das nächste Buch der Bücherkinder Brandenburg wird sich mit der Postkarten-Poesie von Jurek Becker befassen.
15. September 2016

Abracadabra

Die Ausstellung «Abracadabra – Medizin im Mittelalter» vermittelt einen Einblick in die Geschichte der Medizin im Mittelalter. Anhand der eimaligen Handschriftensammlung der Stiftsbibliothek spannt sie den Bogen von der frühmittelalterlichen Überlieferung medizinischer Texte des Altertums bis hin zur spätmittelalterlichen Heilpraxis. Sie zeigt zudem Beispiele von Wunderheilungen und erinnert an die ethische Grundlegung der christlichen Krankensorge in der Bibel – etwa mit der Geschichte des barmherzigen Samariters – und in der Benediktsregel.
Dr. Cornel Dora, Leiter der Stiftsbibliothek St. Gallen, wird die Teilnehmer und Gäste der Schweizerischen Bibliophilen-Gesellschaft durch die Ausstellung in der Stiftsbibliothek St. Gallen führen.
Für die Führung ist eine vorherige
Anmeldung erforderlich.

Ausstellung: noch bis 6. November 2016
Führung: 27. Oktober 2016

Stiftsbibliothek
Klosterhof 6d, 9004 St. Gallen

Montag, 12. September 2016

Dank der Bücherkinder an die Pirckheimer

"Volle Kraft voraus oder Wohin soll denn die Reise gehen" ( II) , 6 / 15
Von Armin Schubert erreichte mich die Bitte, den Dank der Bücherkinder Brandenburg zu übermitteln, einer Bitte, der ich natürlich gern nachkomme. Die Bücherkinder bedanken sich dafür, dass die Auktion im Hofbräuhaus anlässlich des Jahrestreffens der Pirckheimer-Gesellschaft sehr erfolgreich war und ihnen 1.000 € für die Weiterarbeit gebracht hat. Das nächst Buch der Kinder wird sich mit Jurek Becker und seiner Postkartenpoesie befassen.
"Volle Kraft voraus oder Wohin soll denn die Reise gehen", ( I) , 6 / 10
Angeboten wurden u.a. die abgebildeten Graphiken (beide  signiert, Lithografie, 100 x 70 cm) von Angela Hampel, die die Künstlerin für die Bücherkinder spendete. Beide Blätter werden können nochmals zum Preis von je 250 € angeboten werden, eine Bestellung ist an Armin Schubert zu richten.

gut angekommen: Marginalien 222

__________________________________

"... ich habe meinem Sohn gerade die Buchvorschläge für Kinder aus den neuen Marginalien vorgelesen. Er meinte darauf das er auch einen Vorschlag hätte . Ich leite diesen im Auftrag meines vier jährigen nun weiter
😂 "Oscars Autos", Atlantis Verlag."
(Christiane)

Jahrestreffen der Pirckheimer-Gesellschaft 2017

Im Jahr 2017 ist die Jahrestagung für den 1. -3. September in Potsdam geplant. Im Hotel Mercure sind einige Zimmer für die Pirckheimer reserviert. Dort wird auch das Festessen mit der traditionellen Auktion stattfinden. In Zusammenarbeit mit der Stadt- und Landesbibliothek, es werden dort die Tagungsunterlagen ausgegeben und auch der Festvortrag mit anschließender Mitgliederversammlung findet dort statt, können am Eröffnungstag ausgewählte Kleinverlage und Künstler ihre Arbeiten präsentieren.
Ansicht der Stadt Potsdam vom Brauhausberg zur Zeit Friedrich Wilhelms I., um 1735
Mit weiteren Bibliotheken und Museen wurden Kontakte aufgenommen, die für die Pirckheimer sicherlich sehr interessant sind. Besonders ist wohl eine Führung im Museum Barberini, das erst im Januar 2017 eröffnet, die für den Sonntag schon vereinbart werden konnte.
Natürlich wird die Stadt erkundet. Entweder als Stadtrundfahrt oder mit einzelnen Führungen. Genauere Angaben werden rechtzeitig bekannt gegeben.
Blick ins Archiv der SLB, Foto © Werner Huthmacher
Potsdam bietet darüber hinaus weitere Sehenswürdigkeiten, wie z.B. Schloss und Park Sanssouci, Schloss Cecilienhof und Neuer Garten mit Marmorpalais, Schloss und Pückler-Park Babelsberg, Belvedere auf dem Pfingstberg mit sehr guter Aussicht auf Potsdam, das Fluxus-Museum an der Schiffbauer Gasse, Schlösserrundfahrt oder Inselrundfahrt mit der „Weißen Flotte“, die Russische Kolonie Alexandrowka und orthodoxe Kirche auf dem Kapellenberg und vieles weitere.

Sonntag, 11. September 2016

Gerhard Goßmann

Bilder aus der Mongolei

Wer in der DDR gerne las, wird mit ihm in Berührung gekommen sein: Gerhard Goßmann – Buchgestalter, Graphiker und Maler. Mehr als 270 Bücher aller Genres hat er illustriert, zu den bekanntesten zählen die deutschen Ausgaben von „Vom Winde verweht“ oder Cervantes' „Don Quijote“.
Geboren 1912 in Guben, wuchs Goßmann in Fürstenwalde auf und studierte nach einer Lehre als Schrift- und Chromolithograph 1932-35 an der Höheren Graphischen Fachschule Berlin. Darauf begann er als freischaffender Graphiker mit Buchgestaltungen u.a. für die Verlage Rowohlt und Kiepenheuer, arbeitete in der Werbung und für verschiedene Zeitschriften. Im Zweiten Weltkrieg als Soldat in Norwegen schloss er Bekanntschaft mit Edvard Munch, kehrte danach als Kunstlehrer nach Fürstenwalde zurück, nahm jedoch 1955 die Arbeit als freischaffender Graphiker wieder auf. Nach Reisen in verschiedene der damals sozialistischen Länder verarbeitete Goßmann ab 1956 seine Reiseeindrücke in künstlerischen Arbeiten. So entstand 1972 der Radierungs-Zyklus „Mongolei“, in dem Szenen des Alltags, detailreich und oft witzig-ironisch pointiert, den Betrachter begeistern. Für seine Werke erhielt Goßmann zahlreiche Preise, darunter den Nationalpreis der DDR III. Klasse für Kunst und Literatur, seine Bücher wurden als Schönste Bücher der DDR ausgezeichnet. Seine Heimatstadt Fürstenwalde widmete ihm eine ständige Sonderausstellung, eine Grundschule sowie ein Bronze-Denkmal von Robert Metzke und ernannte ihn postum zum Ehrenbürger der Stadt.
Jetzt widmet ihm der Kulturring in Berlin eine Ausstellung mit Exponaten aus der Sammlung des großen Goßmann-Sammlers aus Kloster Chorin, Pfarrer i.R. Hans-Dieter Winkler.
(Ralf Parkner)

Ausstellung: 12. September - 31. Oktober 2016

Kulturring in Berlin e.V. im Kulturforum Hellersdorf
Carola-Neher-Straße 1