Sonntag, 30. November 2014

Schach und Buchkunst

Zum 30 jährigen Jubiläum des baskischen Schachklubs von Azkoitia findet ein Match zwischen einer Auswahl des Baskenlandes und einer Mannschaft Schottlands mit einem interessanten Rahmenprogramm zum Thema Schach statt. Im Rahmen dieses Themenschwerpunkts „Schach in der Kunst“ hat auch die Hamburger Künstlerin Elke Rehder Bilder mit Schachmotiven zu dieser Ausstellung beigetragen. Sie ist mit Illustrationen der „Schachnovelle“, zu Morgenstern, Heine u.a. und vielen anderen Schachbüchern und als Illustratorin, Bildhauerin und Herstellerin bibliophiler Drucke international bekannt. Zuletzt hatte sie die interessante historische Studie „Schach in Zeitungen des 19. Jahrhunderts“ veröffentlicht.
Aus dem Zyklus der ausgestellten Schachmotive werden von der Künstlerin einige kommentiert:
„La ultima partida“ - Die letzte Partie (The Last Game) ist ein Holzschnitt, der erst im März dieses Jahres in einer Auflage von nur 35 nummerierten Exemplaren entstand. Jedes Exemplar wurde mit einem japanischen Reiber von Hand direkt vom Holzstock abgerieben. Bei dieser Form der Handabreibung hat jedes Exemplar Unikatcharakter. Gedruckt habe ich auf Dosabiki masashi Japanpapier. Das Motiv zeigt zwei Personen am Schachbrett sitzend und eine dritte Person stehend dahinter. Insgesamt ist es eine mystische Stimmung und eine weitere Abstraktion zu den behandelten Motiven von „Spieler und Tod“ und „An den Tod“. Es zeigt uns, dass (fast) alles vergänglich ist. Was häufig bleibt, ist die Erinnerung. Die Erinnerung an verstorbene Schachmeister, an großartige Schachpartien und vielleicht auch die Erinnerung an das Festival EXPOCHESS in Azkoitia“.
(nach einer Informationen in den Schach-Nachrichten auf ChessBase)

Freitag, 28. November 2014

Die Materialität von Schriftlichkeit

Bibliothek und Forschung im Dialog

Der Arbeitskreis Materialität der Literatur, eine Initiative von Angehörigen der Berliner Universitäten, sowie die Staatsbibliothek zu Berlin lädt ein zum Dialog: In einer mehrteiligen thematischen Vortragsreihe sollen theoriegeleitete Forschungsperspektiven auf schrifttragende Artefakte mit aus der Praxis entwickelten Fragestellungen konfrontiert werden, um im sparten- und disziplinenübergreifenden Austausch das Sensorium der Geistes- und Kulturwissenschaften für die Sprache(n) der Objekte weiter zu schärfen.
Corvinus-Presse, 2. Aufl. 2011
(Erste illustrierte Ausgabe)
Der Arbeitskreis Materialität der Literatur situiert sich an den Schnittpunkten von Literaturwissenschaft einerseits und Buchwissenschaft, Analytischer Bibliographie, Typographiegeschichte, Materialitätsstudien und Artefaktanalyse andererseits. Die theoretische und systematische Beschäftigung mit den materiellen und medialen Grundlagen von Literatur soll dezidiert einer Erweiterung literaturwissenschaftlicher Möglichkeiten dienen: Im Zentrum stehen dabei sowohl die Theorie der textuellen Materialität und Dinghaftigkeit als auch die historische Beschäftigung mit den Trägermaterialien und Technologien, Schreibgeräten und Schreibstoffen, Formaten und Formen materieller Texte.
Dazu wurden Wissenschaftler und Verlagsleute eingeladen. So spricht unter dem Thema "Text und Satz" Herndrik Liersch zur Typographie der Corvinus-Presse (März 2015) und im Juni 2015 geht es um Hans Magnus Enzensberger als Buchgestalter. Die nächste dieser Veranstaltungen findet am 2. Dezember statt, dann wird sich Dr. Oliver Duntze und Dr. Falk Eisermann mit Typennetzwerken im 15. Jahrhundert beschäftigen. 
 
... alle Veranstaltungen hier.

Donnerstag, 27. November 2014

6. Zwischenahner Büchertage

Bücher aus 5 Jahrhunderten – für alle Bücherfreunde ein Muss!

Anfang Februar finden wieder die Zwischenahner Büchertage im Wintergarten und Lesesaal der Wandelhalle in Bad Zwischenahn statt. Ein Schwerpunkt in diesem Jahr: Biografien - wie sie wurden, was sie sind! Alles über Querdenker, Philosophen und Entdecker!
Lebensbilder und Erinnerungen berühmter Zeitgenossen und Persönlichkeiten, ob Politiker, Helden, Heilige oder Wissenschaftler: Von Menschen, die die Welt veränderten.
Bücherwürmer, Leseratten, Literaturfreunde und -sammler kommen in Bad Zwischenahn auf ihre Kosten. Sie können neben Krimis, historischen Romanen und alten Schätzen aus Kindertagen auch so manche Rarität entdecken.
Die Bandbreite erstreckt sich von Romanen und Krimis über Kinder- und Jugendbücher bis hin zu Sachbüchern aller Art. Diese sind nach Kategorien sortiert und auf Tischen präsentiert. Wer auf der Suche nach aktuellen Erscheinungen ist, wird hier ebenso fündig wie Sammler oder Literaturfreunde, die auf der Suche nach seltenen oder vergriffenen Werken sind.
Schon jetzt haben sich Antiquariate aus ganz Norddeutschland angemeldet.
Eigentlich wird der Titel Büchertage der Veranstaltung nicht ganz gerecht, denn es ist viel mehr als das. Es ist eine Schatztruhe voller Erinnerungen, Kuriositäten, versteckter Schmuckstücke und Dinge, die entdeckt werden wollen.

Büchertage: 6. - 8. Februar 2015

Bad Zwischenahn

Mittwoch, 26. November 2014

Jahresrückblick XIV

Hanif Lehmann oT -Böhmische Landschaft- 2013 4-Farb-Holzschnitt 21 x 28 cm
Das Druckgraphik-Atelier zeigt ab Dezember 2014 einen Jahresrückblick mit Holzschnitten, Lithographien, Monotypien, Prägedrucke und Radierungen von Günter Blendinger, Egon Bresien, Eberhard Hartwig, Ute Hausfeld, Peter Heyn, Nikolai Krachchin, Hanif Lehmann, Angelika Ludwig, Christine Wahl, Boris Zabirochin, Anastasia Zykina.
Damit werden im Druckgraphik-Atelier zum vierzehnten Mal druckgraphische Arbeiten von diesmal elf Künstler_innen nebeneinandergestellt, welche mit ihren Intentionen sowie ihrer Arbeitsweise verschiedene Positionen vertreten.
In spannungsreichem Kontrast zu gegenständlich-figurativen Formulierungen bis hin zu illustrativen Blättern z.B. von Boris Zabirochin zum Archipel Gulag, stehen stark abstrahierende Auffassungen. Die thematische Spannbreite erstreckt sich unter anderem von landschaftlichen Motiven, Akten, Köpfen, märchenhaftem bis zu minimalistischen zeichenhaften Elementarformen im spielerischen Zueinander.
Es entsteht eine klangvolle Korrespondenz zwischen den einzelnen Werken sowie auch der Werkstatt-Atmosphäre mit den Druckmaschinen und Werkzeugen. Zu sehen sind schwarz-weiße sowie mehrfarbige Arbeiten in sensiblen Abstufungen, die Formate reichen von zirka 13 x 19 cm bis ca. 80 x 60 cm und können eventuell auf Wunsch bei Erwerb auch gleich mit oder ohne Rahmen mitgenommen werden.

Vernissage : Sonnabend, 6. Dezember 2014, 17 bis 20 Uhr, fast alle Künstler sind anwesend
Aussterllung:6. Dezember 2014 bis 20.  Januar 2015
 
Druckgraphik-Atelier . Edition keller-druck
Dietrich-Bonhoeffer-Str. 3
10407 Berlin

Jahrestagung der Willibald-Pirckheimer-Gesellschaft Nürnberg

Die Willibald-Pirckheimer-Gesellschaft zur Erforschung von Renaissance und Humanismus e.V hat die Pirckheimer-Gesellschaft e.V. zu ihrer Jahrestagung 2014 mit dem Thema Hartmann Schedel Leben und Werk eingeladen. Das ist gerade für die Pirckheimer in Bayern interessant, sind sind sie doch dem Thema sowohl vom Sujet als auch regional verbunden. Durch Klick auf die Abbildung kann das Faltblatt zum Jahrestreffen mit dem Tagungsprogramm aufgerufen werden. Der Besuch wäre mit Sicherheit für alle ein Gewinn, die sich für die angesprochenen Themen interessieren. Es wäre sicher begrüßenswert, wenn sich aus diesem Anfang ein dauernder gegenseitiger Konntakt ergeben würde, zumal das alte Buch in den Aktivitäten der Pirckheimer-Gesellschaft etwas unterrepräsentiert ist.
(nach einer Information von Ernst Reif)

Tagung: 28. und 29. Novemer 2014

Germanisches Nationalmuseum
Nürnberg

Dienstag, 25. November 2014

Dank für eine Spende

In der Mitgliederversammlung wurde dazu aufgerufen, die finanzielle Grundlage der Pirckheimer-Gesellschaft neben der Zahlung des Mitgliedsbeitrags weiter auch durch Spenden zu stabilisieren. Mit diesem Eintrag möchte der Schatzmeister nun den Eingang einer großzügigen und dringend benötigten Spende von 5.000 Euro bekannt geben, wobei der Spender anonym bleiben möchte. Dem Spender wurde im Namen der Mitglieder mitgeteilt, dass wir ihm alle zutiefst zu Dank verpflichtet sind!

Sonntag, 23. November 2014

3. artbook.berlin

Die ersten Fotos der artbook.berlin 2014 sind online und können durch Klick auf obenstehende Abbildung aufgerufen werden. Alle Fotos können in höherer Auflösung durch Mail mit der Nummer des gewünschten Fotos, welche in der Diashow angezeigt wird, an a.doering@pirckheimer.org angefordert werden.
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Es wimmelt in der Burg

Wimmelbildbücher überall

Rotraut Susanne Berner: Sommer-Wimmelbuch
(Gerstenberg, 2005)
Wimmelbücher sind »Seh-Bücher«, »Sprech-Bücher« und »Lern-Bücher« in einem. Mittels des Wimmelbuchs werden schon ganz kleine Kinder zu autonomen Bilder-Lesern. Dabei entdecken sie nicht nur spielerisch die ganze Welt, sie finden auch Kleinigkeiten, begreifen Prinzipien und entdecken Verstecktes, von denen wir Erwachsene gar nichts ahnen. Sie benennen Tiere, Menschen und Gegenstände, übernehmen Rollenspiele, finden Lieblingsfiguren und verknüpfen so die Bilderbuch-Welt mit der eigenen.
In der Mitmach-Ausstellung werden Illustrationen und Bilderbücher vereint, die Geschichten »rund um das Wimmelbuch« thematisieren. Während im Erdgeschoss die Genese und die Vielfalt der Wimmelbilder und -bücher im thematischen Fokus stehen, widmen wir uns in der 1. Etage des Museums ausschließlich den berühmten Jahreszeiten-Wimmelbilderbüchern von Rotraut Susanne Berner. In Kooperation mit der Stiftung Illustration gibt die bedeutende Illustratorin anhand ihrer Originalillustrationen und ihrer Bücher in großem Umfang Einblicke in die Panoramen von »Wimmlingen«. Die gesamte Ausstellung wird durch zahlreiche Mitmachstationen ergänzt, die große und kleine Besucher dazu auffordern, eigene Wimmellandschaften zu erleben und kreativ mitzugestalten.


Ausstellung: 7. Dezember 2014 bis Februar 2014

è Burg Wissem, Bilderbuchmuseum
Burgallee

53840 Troisdorf

Donnerstag, 20. November 2014

Jutta Voigt - Spätvorstellung

Foto © Ralf Parkner
Die Berliner Autorin Jutta Voigt las vor Mitgliedern und Freunden der Berlin-Brandenburger Regionalgruppe der Pirckheimer-Gesellschaft aus ihrem Buch "Spätvorstellung. Von den Abenteuern des Älterwerdens" (Aufbau Verlag 2012).
Ein unterhaltsamer Abend mit feuilletonhaft und mit viel Humor Dargebotenem, dessen Ernsthaftigkeit sich erst bei intensiverem Hinhören offenbbart, dargebracht von einer Autorin, bei der deutlich wird. dass sie in ihrer Tätigkeit als Journalistin gelernt hat, genau zu schauen, sich einzufühlen in andere, die aber auch keine Scheu hat, genau wie das Intimste von anderen auch Eigenes öffentlich zu machen.
Damit irritierte sie, sie provozierte, wie in der anschließende Diskussion deutlich wurde - kurz: die Teilnehmer genossen mit Vergnügen eine Stunde bester Literatur aus erster Hand.
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Programm der artbook.berlin 2014

... alle Teilnehmer durch Klick auf die Abbildung.

Eulenspiegels Weihnachtsbasar

Es ist mal wieder soweit, das Lager der Eulenspiegel-Verlagsgruppe platzt aus allen Nähten muss sich von den gesammelten Restexemplaren trennen.
Humor und Satire, Kinderbücher, Geschenkbücher, Krimis und authentische Kriminalfälle, politische Sachbücher, Biografien, Hörbücher, Bücher mit kleinen Mängeln, lange ausverkaufte Bücher, handsignierte Exemplare; für jeden Geschmack etwas dabei - alle Bücher zum Sonderpreis von 1,00 bis 5.00 Euro.

Mittwoch, 19. November 2014

Buchempfehlung: Schatzkammer der Revolution

In der Zeit nach der Oktoberrevolution haben Künstler wie Wladimir Majakowski, El Lissitzky und Wladimir Lebedew in der jungen Sowjetunion zusammen mit Dichtern wie Daniil Charms, Samuil Marschak und Kornei Tschukowski Kinderbücher entworfen, die dem Formenkanon von Futurismus und Konstruktivismus verpflichtet waren. In diesen avantgardistischen Kinderbüchern, die das Weltbild einer neuen Zeit manifestieren, werden Postboten die neuen Prinzen, Eisverkäufer die neuen Zauberer und Feuerwehrmänner die neuen Helden.
Da derartige Bücher von der Zensur ausgenommen waren, avancierten sie zu einem wichtigen Medium für Künstler, um ihre Werke einem breiten Publikum zugänglich zu machen.
Schatzkammer der Revolution ist eine Hommage an diese wunderbaren Kinderbücher. Die Originalabbildungen sowie die Texte und Gedichte wichtiger sowjetischer Intellektueller werden erstmals auf Deutsch veröffentlicht. Drei einleitende Essays geben einen Einblick in den Entstehungskontext, die Sowjetunion der 1920er- und 30er-Jahre.

Russische Kinderbücher von 1920-1935: Bücher aus bewegten Zeiten.
Hrsg. von Julian Rothenstein, Olga Budashevskaya. Zürich 2013.
Mit einem Vorwort von Philip Pullman.
19,7 x 26,6 cm. 312 S. mit 339 Abb. Künstlerverzeichnis und Bibliografie.
Fester Einband. Text in deutscher Sprache.
ISBN 978-3037783436
Preisbindung aufgehoben, ursprünglich 60 Euro,

Montag, 17. November 2014

Aus dem Antiquariat 6/2014

Auf boersenblatt.net kann ab sofort das Inhaltsverzeichnis AdA 2014 eingesehen werden. In diesem Heft werden unter anderem auch wieder Pirckheimer zu Wort kommen, so Elke Rehder mit Anmerkungen zur "Schachnovelle" von Stefan Zweig und Hermann Wiedenroth mit einen erneuten Zwischenbericht über Die Werke Arno Schmidts im Antiquariat. Außerdem gibt es neben weiteren Katalogbesprechungen eine Vorstellung von Ulrich Faure eines bemerkenswerten Katalogs des Roten Antiquariats über John Heartfield, der gemeinsam mit seinen Kollegen von Christian Bartsch herausgegeben wurde. Und, neben weiteren Beiträgen, Berichten und einer Terminübersicht findet sich in diesem letzten Heft des Jahres das Inhaltsverzeichnis für 2014.
Übrigens kann Aus dem Antiquariat zum Kennenlernen
hier als Probeabo "3 für 1" bestellt werden.

Sonntag, 16. November 2014

Donnerstag, 13. November 2014

Hannes Hegen (1925 - 2014)


Johannes Hegenbarth, 1958
Foto: Wolfgang G. Schrödter
© Lehmstedt Verlag
Johannes Hegenbarth alias Hannes Hegen ist im Alter von 89 Jahren am 8. November 2014 in Berlin gestorben.
Johannes Hegenbarth wurde am 16. Mai 1925 in Böhmisch-Kamnitz (heute Česká Kamenice) als Sohn eines Glasgraveurs geboren. Nach der Rückkehr aus dem Zweiten Weltkrieg und der Vertreibung aus dem Sudentenland siedelte sich die Familie zunächst in Ilmenau an. Von 1948 bis 1951 studierte Hegenbarth an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, schloss das Studium jedoch nie ab, weil er schon als Student freier, dann fester Mitarbeiter der satirischen Zeitschrift „Frischer Wind“ / „Eulenspiegel“ in Berlin wurde, für die er Hunderte Karikaturen anfertigte. 1955 gründete er unter seinem Künstlernamen „Hannes Hegen“ die Comic-Zeitschrift „Das Mosaik“ mit den drei Hauptfiguren Dig, Dag und Digedag. Mit zunächst zwei, später mehr als zehn Mitarbeitern schuf er in seinem Atelier in Berlin-Karlshorst die bedeutendsten Comic-Serien der DDR. Gemeinsam mit dem Textautor Lothar Dräger entwickelte er 1964 das einzigartige Konzept des „großen humoristischen Bildromans“, einer über viele Jahre hinweg laufenden Comic-Geschichte. Mehrere Generationen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Osten Deutschlands sind von den Geschichten um die drei Digedags und ihre Gefährten wie den liebenswert-tollpatschigen Ritter Runkel von Rübenstein geprägt worden. Obwohl die Auflage mehr als 600.000 Stück betrug, konnte die Nachfrage nie befriedigt werden. 1975 kündigte Hegenbarth die Zusammenarbeit mit dem Verlag und zog sich vollständig ins Privatleben zurück. Nach 1990 erlebten die alten Hefte mit den Digedags in Gestalt von Nachdrucken, Buchausgaben und Sammlereditionen eine unerhörte Renaissance.
Johannes Hegenbarth, dessen Werk so außerordentlich populär war und ist, hat immer die Öffentlichkeit gescheut. Jetzt ist er in aller Stille gegangen. Die Trauerfeier findet am 18. November, 11 Uhr, auf dem Friedhof in Berlin-Karlshorst, Robert-Siewert-Straße 76, statt.

Dienstag, 11. November 2014

33. Leipziger Grafikbörse

Angela Hampel, Beil. MARGINALIEN 206
Die Leipziger Grafikbörse ist in ihrer 33. Auflage erneut zu Gast im Museum für Druckkunst Leipzig. Bis Februar 2015 präsentiert die Grafikbörse unter dem Motto „Im Dialog mit Literatur / Bilder zu Worten“ mit ihrer Ausstellung einen Querschnitt zeitgenössischer Grafik aus Mitteldeutschland. Rund 100 Künstler verschiedener Generationen zeigen aktuelle Arbeiten in verschiedenen druckgrafischen Verfahren. Beteiligte Künstler sind u.a. Christine Ebersbach, Rolf Münzner, Franziska Neubert und Baldwin Zettl.
Es erscheint ein Katalog mit Abbildungen sämtlicher Werke. Veranstalter der 33. Ausgabe der Leipziger Grafikbörse ist der Leipziger Grafikbörse e.V.. Die ausgestellten Werke sind verkäuflich.
Die Leipziger Grafikbörse feiert 2014 das 42. Jahr ihres Bestehens. Im Jahr 1972 fand die Grafikausstellung das erste Mal statt. Nachdem sie lange Zeit jährlich ausgerichtet wurde, findet sie inzwischen als Biennale statt. Mit der 33. Ausgabe ist die Grafikbörse nach 2012 zum zweiten Mal zu Gast im Museum für Druckkunst.

Eröffnung: 14. November 2014, 18 Uhr
Führung: 16. November 12 Uhr (Direktorin Dr. Susanne Richter)
Ausstellung: 14. November 2014 - 1. Februar 2015

è Museum für Druckkunst Leipzig
Nonnenstraße 38
04229 Leipzig

Seitenweise gebundene und lose Kunst

Über das Zusammenspiel von Literatur, poetischer Kunst und der Typographie in Büchern erzählt die Ausstellung des Künstlerverlags “Edition Zwiefach” im historischen Abthaus des Klosters Chorin. Ergänzt wird die Ausstellung durch Bilder der Malerin Linde Kauert, die im Dialog mit der Literatur entstanden sind und Kalligraphien von Heinz Hellmis.
Der langjährige künstlerische Leiter des Aufbauverlags Heinz Hellmis und die Malerin Linde Kauert gründeten 2007 den Verlag Edition Zwiefach mit dem Ziel künstlerisch hochwertige Bücher zu gestalten, in denen Gedichte und Geschichten malerisch, typographisch und kalligraphisch gespiegelt werden. Zu dem Programm des Verlags gehören u.a. Bücher von Günter Kunert, Eva Strittmatter, Barbara Thalheim, Richard Pietraß und Äsop.
Der Typograph und Buchgestalter Hellmis war u.a. Jury-Mitglied im Wettbewerb “Schönste Bücher der DDR” und gestaltete rund zwei Jahrzehnte lang die von der Pirckheimer-Gesellschaft e. V. herausgegebene Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie “Marginalien”. Auf der Leipziger Buchmesse wurden seine Bücher immer wieder als „schönstes Buch“ ausgezeichnet, 1990 erhielt er den Gutenberg-Preis der Stadt Leipzig. Heinz Hellmis verstarb im August 2014.
Die Malerin und Verlegerin Linde Kauert studierte an der Kunsthochschule Weißensee und an der UDK Berlin. In ihren Bildern visualisiert sie einfühlsam eine Gestalt, ein literarisches Motiv, einen Klang zwischen den Zeilen und verwandelt sie in leuchtende, farbenfroh-beseelte Figuren und Bilder.

Vernissage: 22. November 2014, 11 Uhr, Laudatio: Dr. Brigitte Hammer
Ausstelung: 22. November 2014 - 22. Februar 2015
Lesung: 30. November 14 Uhr, Linde Kauert und Dr. Brigitte Hammer lesen zwei Strittmatter-Publikationen der Edition Zwiefach

Kloster Chorin
Amt Chorin 11a
16230 Chorin

Montag, 10. November 2014

Jahrestreffen der Pirckheimer-Gesellschaft 2015

Das Jahrestreffen der Pirckheimer-Gesellschaft 2015 wird in Meißen und Staucha vom 18. bis 20. September stattfinden. Es wird von Prof. Dr. Peter Arlt gemeinsam mit der Peter-Sodann-Bibliothek organisiert. Bislang ist vorgesehen, dass am Freitag Nachmittag Führungen durch die Altstadt in Meißen und danach die Mitgliederversammlung und unsere tradítionelle Auktion stattfinden. Am Sonnabend ist eine Busfahrt nach Staucha geplant, wo die Teilnehmer unter verschiedenen Aspekten wie Buchproduktion ausgewählter Verlage oder Buchaustattung durch die Peter-Sodann-Bibliothek geführt werden, verbunden mit einem Besuch der Ausstellung der Dresdener Malerin und Illustratorin Angela Hampel. Anschließend ist ein Festvortrag, vermutlich ebenfalls zum DDR-Buchschaffen und die Aufführung eines Stückes von Peter Sodann und Schauspielkollegen vorgesehen. Abends geht es dann mit dem Bus zurück nach Meißen zum Festessen in der Winzergenossenschaft. Am Sonntag sind Führungen durch die Stätten der Porzellanproduktion, eine Fahrt mit dem Shuttle-Bus zum Burgberg und der selbstständiger Besuch des Domes, der Albrechtsburg, der Kirche St. Afra, Wanderung auf dem Burgweg oder in der Stadt geplant. Bis auf den Termin sind diese Angaben noch vorläufig.

Einladung zur Subskription

Dieter Goltzsche - Zeichnungen
Mit einen Text von Werner Schade

Nachdem die Verzeichnisse der Radierungen, Lithografien und Siebdrucke vorliegen, wird nun im Dezember des Jahres 2014 eine umfassende Monografie zum zeichnerischen Werk von Dieter Goltzsche erscheinen. Das Buch ist ausschließlich der Technik der Zeichnung in ihren vielseitigen künstlerischen und technischen Möglichkeiten gewidmet und wird einen Überblick geben über die Entwicklung von Goltzsches Zeichenkunst seit 1953 bis in die Gegenwart.
Der Kunsthistoriker Werner Schade, seit Jahrzehnten mit dem Werk Dieter Goltzsches vertraut, hat dazu einen konzentrierten, einfühlsamen Text verfasst, der hier erstmals veröffentlicht wird.
Das buch im Format von 24 x 29 cm (Hartcover) erscheint im MCM ART Verlag Berlin in einer Auflage von 300 Exemplaren. es umfasst 196 Seiten, enthält 160 farbige Abbildungen, ein Verzeichnis derselben und eine kurze Biografie des Künstlers. Bis zum 30. November 2014 ist das Buch zum Subskriptionspreis erhältlich:

1. Förderausgabe mit 1 Originalhandzeichnung, bezeichnet und signiert zum Subskriptionspreis von € 350,00
(nach Ablauf der Subskriptionsfrist nicht mehr erhältlich)
2. Normalausgabe zum Subskriptionspreis von € 35,00
(späterer Ladenpreis € 45,00)

(Weitere Informationen durch Klick auf die Abb.)

MCM ART Verlag Berlin 2014
ISBN 978-3-9815169-9-9

29. Antiquaria und 21. Antiquaria-Preis

Ehret die Frauen! Sie flechten und weben
Himmlische Rosen ins irdische Leben,
Flechten der Liebe beglückendes Band,
Und in der Grazie züchtigem Schleier
Nähren sie wachsam das ewige Feuer
Schöner Gefühle mit heiliger Hand.

So Friedrich Schiller, liebe BücherfreundInnen, aber wir wissen, dass Frauen viel mehr können und mehr gemacht haben! Deshalb wird auf der diesjährige Antiquaria Ludwigsburg das Rahmenthema den Fokus auf die Frauen richten, die in den unterschiedlichsten Bereichen tätig waren - einige erfolgreich, andere wenig beachtet und manche vergessen. Im Katalog und an den Messeständen sind alle Titel dazu besonders gekennzeichnet.
Gut 100 Jahre nach Schiller meinte Marie Ebner-Eschenbach: "Eine gescheite Frau hat Millionen geborener Feinde: alle dummen Männer". - Aber natürlich gibt es - auch auf der Antiquaria - ausreichend Bücher und Graphiken von nicht minder gescheiten Männern: lassen Sie sich überraschen von dem vielfältigen Angebot.
Neugierigen und Interessierten wird am zweiten Messetag zu jeder vollen Stunde "Einblick" in die Welt des Antiquariatsbuchhandels geboten: AusstellerInnen erzählen an ihren Ständen über ihre Arbeit, über die Besonderheiten und was den Wert alter Bücher und Graphiken ausmacht - und werden Ihre Fragen gerne beantworten.
Und wie seit 20 Jahren wird am ersten Messeabend der Antiquaria-Preis vom Verein Buchkultur (gegründet von den AusstellerInnen der Antiquaria) und von der Stadt Ludwigsburg vergeben.
Wir freuen uns auf gute Gespräche und einen bereichernden Austausch mit Ihnen in der angenehmen Atmosphäre der Musikhalle in Ludwigsburg,
Petra Bewer

Der Antiquaria-Preises für Buchkultur für das Jahr 2015 wurde dem Publizisten Lothar Müller zuerkannt.
Foto © dpa/Arno BurgiLothar Müller ist seit 2001 Redakteur der "Süddeutschen Zeitung" und seit 2010 Honorarprofessor für Neuere Deutsche Literatur an der Humboldt-Universität. In der Begründung wird darauf verwiesen, dass der Vorgeschlagene nicht nur als Rezensent und Berichterstatter ein glänzender Journalist ist, er habe auch immer wieder Fragen der Lese- und Buchkultur pointiert behandelt, sei es in seinen Berichten über die Bibliotheken von Berlin oder in philologischen Arbeiten zum 18. und 19. Jahrhundert (Karl Philipp Moritz, A. W. Schlegel). Unter Müllers Büchern findet die Jury vor allem das bereits 2012 bei Hanser in München erschienene Buch "Weisse Magie. Die Epoche des Papiers" bemerkenswert. Lothar Müller ist, so wird zusammengefasst, emplarisch Vertreter eines kultur- und wissenschaftsgeschichtlich solide fundierten, dem Buchwesen leidenschaftlich verbundenen Feuilletons, dessen Interventionen die Buchkultur dringender denn je benötigt.
 
Messe: 22. bis 24. Januar 2015
Preisverleihung: 22. Januar 2015
 
è Antiquaria Ludwigsburg
Veranstalterin:
Antiquariat Petra Bewer
Gänsheidestrasse 69
0184 Stuttgart

Donnerstag, 6. November 2014

artbook berlin 2014

Messe für Künstlerbücher und Editionen
Bereits in das dritte Jahr geht die artbook Berlin, diesmal aufgrund der ständig wachsenden Größe im traditionellen Kunstquartier Bethanien. Bislang haben sich 93 Buchkünstler, Pressen, Graphiker und weitere Teilnehmer angemeldet, darunter neben den aus den vergangenen Jahren bekannten Künstlern auch Gesichter, die man aus Mainz, Leipzig, Hamburg oder Frauenfeld kennt, die aber 2014 in Berlin das erste Mal dabei sein können.
Natürlich sind auch wieder viele Pirckheimer dabei, so, um nur einige zu nennen, Marc Berger, Matthias Gubig, Till Schröder und Hanfried Wendland.

Messe: 21. bis 23. November 2014

Kunstquartier Bethanien
Mariannenplatz 2
10997 Berlin

German Design Award für die Monographie "Frans Haacken"

Das Buch des Pirckheimers Till Schröder "Frans Haacken. Zeichner zwischen 3 Welten", welches die Mitglieder des Berliner Bibliophilen Abend als Vorzugsausgabe mit einem Haacken-Linolschnitt aus dem Jahr 1932 erhielten, wurde erneut ausgezeichnet.
Nachdem es bereits den European Design Preis 2013 in Silber in der Kategorie Book Layout erhielt, wurde es jetzt auch beim German Design Award 2015 mit der Prämierung Winner, also einer Silbermedaille bedacht. Somit erhielt dieser Titel jetzt auch den Stamp of Approval des deutschen Rats für Formgebung. Und in Österreich konnten das Buch ebenfalls punkten und erhielten beim Joseph Binder Award 2014 eine Auszeichnung (Distinction).

3. Dresdner Literaturmesse schriftgut 2014

Die dritte Dresdener Literaturmesse schriftgut ist ein gemeinsamer Auftritt von Buch- und Literaturschaffenden aus Dresden, Deutschland und dem angrenzenden Ausland. Umrahmt werden diese Präsentationen durch Autoren und Künstler, durch Lesungen und Buchpräsentationen. Doch nicht nur das: Gezeigt wird auch, wie das gedruckte Wort auf das Papier kommt oder kam, immer unter dem Gesichtspunkt der handwerklichen Tätigkeit. Somit eröffnet sich für Interessierte beispielsweise ein Blick hinter die Kulissen einer traditionellen Druckerei, in welcher der „Satz“ durch zusammengefügte Bleibuchstaben gebildet wurde – eine Arbeitsweise, die man heute kaum mehr zu Gesicht bekommt.
Mit von der Partie ist die berühmte Offizin Haag-Drugulin, gegründet 1829 in Leipzig, und seit drei Jahren in Dresden ansässig. Sie bewahrt einen einzigartigen Schatz an Schriften aus mehr als zwei Jahrhunderten, mit Raritäten aller Art: Schriftalphabete, die zwei Weltkriege überstanden haben und sonst nirgends mehr zu finden sind. Faszinierende Ziffernsätze in gigantischen Ausmaßen; verspielte, ja skurril anmutende Zier-Initialen aus lange zurückliegenden Zeiten. Daneben herrliche Fraktur-Schriften, die der Ächtung durch die Nazis entgangen sind. Nicht zu vergessen die unzähligen Sätze an Monotype-Matrizen, die es der Offizin gestatten, mit nagelneuen Lettern werkgetreue bibliophile Bücher herzustellen, wie zum Beispiel Bände für die jüngst erschienene Shakespeare-Gesamtausgabe oder Klassiker-Editionen wie die Bibliothek SG oder Sammlungen von Schrift-Alphabeten, wie sie in der Typothek veröffentlicht wurden.
Am Stand der Offizin Haag-Drugulin auf der Messe schriftgut kann man selbst Hand anlegen werden und auf den aufgestellten Handpressen – eine ist ein Unikat – eigene Drucke fertigen. Mitarbeiter der Offizin wie auch ihr Inhaber, Eckehart SchumacherGebler, der Hüter der Schriftschätze, wie ihn kürzlich die Sächsische Zeitung apostrophierte (29. Oktober 2014), stehen dabei hilfreich zur Seite.

Messe: 7. bis 9. November 2014

Mittwoch, 5. November 2014

Schach in Zeitungen

Wieder einmal kann auf ein Buch aufmerksam gemacht werden, welches von einem Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft geschaffen wurde. Elke Rehder, Hamburger Malerin, Graphikerin und Buchkünstlerin widmete sich dem Schach in Zeitungen des 19. Jahrhunderts. In ihrem Buch werden die vor 1870 erschienenen deutsch- und fremdsprachigen Schachzeitungen, sowie Zeitungen mit periodischer Schachspalte vorgestellt. Dabei gibt es auch einen kurzen Abriss über technische Erfindungen, wie z. B. Drucktechnik und Telegrafie, welche die schnelle Verbreitung des Schachspiels möglich machten.
Einen Schwerpunkt bildet die Schachspalte der ersten Jahrgänge der Leipziger Illustrirten Zeitung (1843–1845). Die Schachaufgaben in historischen Diagrammen und der Schriftwechsel mit dem Schachredakteur K. J. S. Portius vermitteln einen Eindruck von der damaligen Zeit.
Die seltenen Schachaufgaben aus Payne's Illustrirtem Familien-Kalender wurden von Karl-Otto Jung in Diagrammen dargestellt und Lösungen hinzugefügt.
Ein 50seitiger Anhang enthält Kurzbiografien zu den im Buch genannten Schachspielern und Schachkomponisten. Ein umfangreicher Namensindex erleichtert das Nachschlagen.

è Elke Rehder: è Schach in Zeitungen des 19. Jahrhunderts.
210 Schachaufgaben und 200 Bilder.
Homburg, EDITION JUNG, 2014.
340 S., Format DIN A5, kartoniert. 29,80 EUR

ISBN 978-3-933648-54-9

Bibliophile Kostbarkeiten

Eine heutige Mail aus Bayern enthielt eine interssante Information für alle Bücherfreunde und Leser dieses Blogs.

Einige Bayerischen Pirckheimer konnten sich ... am Freitag, den 24. Oktober 2014 in einem kleinen Kreis wieder einmal in den weitläufigen Sammlergefilden von Reinhard Grüner bewegen .... Es war wie immer ein Faszinosum, ich werde in den nächsten MARGINALIEN (1/2015) davon berichten. Bei dieser Gelegenheit hat ... Reinhard Grüner den Flyer zu seiner Ausstellung Wendezeiten in der Seidlvilla zu München mit der Einladung für die Ausstellungseröffnung und dem Begleitprogramm übergeben. ... es ist eine Ausstellung zum Künstlerbuch in Beziehung zur Wiedervereinigung und den geistigen Hintergründen in den neuen Bundesländern, die sich auch bzw. gerade hier materialisierten (ist doch direkt esoterisch). In Regensburg habe ich Sie schon genossen, auch mit einer (übrigens hervorragenden und äußerst informativen) Führung durch den Sammler ...
Saggrisch biblioViele Grüße
Ernst Reif

Ausstellung: 7. November - 20. Dezember 2014

seidlvilla
Nikolaiplatz 1b
80802 München

Montag, 3. November 2014

Wer das nicht hat, hat sie nicht alle

Die Wende-Romane von Bernd Schirmer

Edition Schwarzdruck hat es für eine gute Idee gehalten, anlässlich des 25. Jahrestages der momentan in allen Medien gefeiert wird, den Roman "Der letzte Sommer der Indianer" von Bernd Schirmer neu aufzulegen. Und weil das so schön geklappt hat, machen wir zwei Buchpremieren: einmal in Gransee am 12. November um 18 Uhr in der Eremitage und einmal in Berlin in der jw-Ladengalerie am 18. November um 19. Uhr. Dazu möchte ich Sie/Euch und Ihre/Eure Freunde hiermit herzlich einladen.
Bernd Schirmer beschreibt in diesem Buch auf seine wundervoll warmherzig-ironische Art die Erlebnisse eines in der DDR lebenden Indianerstammes in den wilden Mauerfallzeiten. Wer sich jetzt wundert: Ja, es gab in der DDR wirklich Indianer - erwachsene Menschen, die in ihrer Freizeit teilweise sehr ernstgemeint Indianer spielten und sich dazu im Kulturbund organisiert hatten. Dass es beim Auftreffen dieser aus verschiedensten sozialen Schichten stammenden Rothäute mit "dem Westen" zu sehr skurrillen Situationen kommt, kann man sich denken. Die Roten aus Thüringen machen unter anderem nach dem Mauerfall einen Abstecher nach Bayern - deren Ureinwohner natürlich mit "Soetwas" nicht gerechnet hatten ...
Mehr wird nicht verraten. Es ist (natürlich!) ein Klassebuch, ein großer Spaß (aber mit Tiefgang!) - welches sich auch hervorragend als Weihnachtsgeschenk für Ossis, Wessis und Wossis gleichermaßen eignet.
Der Autor ist bei beiden Lesungen vor Ort, in Gransee liest er selbst. Moderieren wird die Liteaturwissenschaftlerin Christel Berger. Bei der Berliner Veranstaltung wird Eintritt erhoben, in Gransee nicht.
Der Autor ist übrigens nicht der gleichnamige letzte Kulturminister der DDR, sondern der schon zu DDR-Zeiten recht bekannte Autor, der neben Romanen, Reportagen und Reiseschilderungen auch viel für Film und Fernsehen gearbeitet hat. Wir freuen uns sehr, dass mit dem "Letzten Sommer der Indianer" nun auch Schirmers dritter "Wenderoman" unser Verlagsprogramm ziert - neben dem legendären "Schlehweins Giraffe" und der "Auszeit in Neapel".
(Marc Berger)

Gransee: 12. November 2014 um 18.30 Uhr
Galerie Eremitage, Mauerstr. 4a
Lesung: Bernd Schirmer


Berlin am 18. November 2014 um 19 Uhr
JW-Ladengalerie, Torstr. 6
Lesung: Otmar Richter
Um Anmeldung zur Veranstaltung unter 030/53 63 55- 56 oder mm@jungewelt.de wird gebeten.