Montag, 30. November 2015

Jahresrückblick XV im Druckgraphik-Atelier

Line Eskestad, Enten, 1999, Vernis mou, Strichätzung und Aquatinta, 7,8 x 39,7 cm
Das Druckgraphik-Atelier stellt Lithographien, Monotypien, Prägedrucke und Radierungen von Rainer Ahrendt, Stefan Bannow, Line Eskestad, Jürgen Gerhard, Dieter Goltzsche, Eberhard Hartwig, Rolf Lindemann, Rahel Mucke, Ursula Strozynski, Karin Tiefensee und Birgitte Thorlacius vor.
Damit werden im Druckgraphik-Atelier zum fünfzehnten Mal weitere druckgraphische Arbeiten von diesmal elf Künstler_innen nebeneinander gestellt, welche im vergangenen Jahr hier ihre Arbeiten präsentierten. Sie vertreten mit ihren Intentionen sowie ihrer Arbeitsweise verschiedene Positionen.
Gegenständlich-figurative Formulierungen stehen in spannungsreichem Kontrast zu stark abstrahierenden Auffassungen. Die thematische Spannbreite erstreckt sich unter anderem von landschaftlichen Motiven, Akten, Figuren, Tieren und Märchenhaftes bis zu minimalistischen zeichenhaften Elementarformen im spielerischen Zueinander.
Dieter Goltzsche, Die Jury, 1969, Lithographie, aquarelliert, Unikat 29,2 x 48 cm
Es entsteht eine klangvolle Korrespondenz zwischen den einzelnen Werken sowie auch der Werkstatt-Atmosphäre mit den Druckmaschinen und Werkzeugen. Zu sehen sind schwarz-weiße sowie mehrfarbige Arbeiten in sensiblen Abstufungen und die gezeigten Arbeiten können eventuell auf Wunsch bei Erwerb auch gleich mit oder ohne Rahmen mitgenommen werden.

Vernissage: 12. Dezember 2015, 17-20 Uhr, fast alle Künstler sind anwesend
Ausstellung: 12. Dezember 2015 – 26. Januar 2016


Druckgraphik-Atelier . Edition keller-druck
Dietrich-Bonhoeffer-Str. 3
10407 Berlin

Sonntag, 29. November 2015

Dieter Goltzsche

Goltzsche, Dieter: (Kopf)
Offsetlithographie in Braun, 1975, 610 x 425
Die Galerie der Berliner Graphikpresse zeigt im Dezember und Januar die Ausstellung „Sarabande“ mit Aquarellen und druckgraphischen Blättern des Pirckheimers Dieter Goltzsche. Dieser präsentierte gerade im Druckgraphik-Atelier einen Einblick in sein über 2000 Radierungen und Lithographien umfassendes graphisches Werk.
Dieter Goltzsche hat sich in über 65 Jahren künstlerischer Tätigkeit fast ausschließlich dem Medium Papier zugewandt. Er war nach dem Studium in Dresden bei H. T. Richter und M. Schwimmer u.a. Hochschullehrer in Berlin und ist Mitglied der Akademie der Künste.
Zeitgleich zeigt die Galerie im Kabinett eine vorweihnachtliche Graphikausstellung mit Arbeiten von Künstlern der Galerie sowie Fotografien von holmsohn.

Vernissage: 3. Dezember 2015, 19:00 Uhr, Einführende Worte: Dr. Anita Kühnel, Musik: Brigitte Breitkreutz, Gitarre
Ausstellung: 3. Dezember 2015 - 22. Januar 2016
(die Galerie ist vom 19.12.2015 bis zum 5.1.2016 geschlossen)

è Galerie der Berliner Graphikpresse
Silvio-Meier-Str. 6

10247 Berlin

Weimarer Impressionen

Leichter Schneefall – so begrüßte Weimar gestern die ersten Besucher der 5. Biennale Buchkunst Weimar. Zu der von der Kalligraphin und Buchkünstlerin Gudrun Illert seit 2007 organisierten, alle zwei Jahre stattfindenden, Veranstaltung waren 45 Künstler aus Deutschland, Russland, Spanien und Frankreich nach Weimar gekommen.
Johannes Häfner, ICHverlag Nürnberg, Foto © Ralph Aepler
Das „Gesicht“ der 5. Biennale wurde dieses Jahr von unserem Pirckheimer Freund Johannes Häfner gestaltet, der wie der Pirckheimer Peter Zitzmann aus Nürnberg anreiste. Besuchen Sie die beeindruckende Homepage der Brothers in Art Häfner.
Jens Henkel, Burgart-Presse Rudolstadt Foto © Ralph Aepler
Thüringer Heimspiel hatte auch unser Pirckheimer Freund Jens Henkel aus Rudolstadt. A.T. Mörstedt an der Wand und seine bibliophilen Meisterleistungen auf dem Tisch zogen nicht nur viele Besucher, sondern sogar das Fernsehen an.
Der MDR hat einen schönen Beitrag produziert.
Viele Künstler, die letztes Wochenende noch in Berlin auf der artbook in Berlin waren, konnte man in Weimar erneut treffen. Erfreulich für die Pirckheimer Gesellschaft war das umwerfend positive Feedback zu unserem Stand auf der artbook.berlin, was mir in Weimar „entgegenschlug“. Ich gebe die Komplimente gern weiter an den Organisator unseres Standes Abel Doering und die Pirckheimer Freunde, mit welchen wir gemeinsam unseren Stand betreuten. Herzlichen Dank für Euer Engagement.
(Ralph Aepler)

ein Fotogruß aus Weimar

5. Buchkunst Weimar, Fotos: Johannes Häfner

Freitag, 27. November 2015

dADA iST 100

Seit 1996 lädt Edition Schwarzdruck befreundete Handpressendrucker und Künstler ein, am Widerdruck-Kalender teilzunehmen. So entsteht jedes Jahr ein Kalender im schlanken Hochformat 22x60cm in einer kleinen Auflage zu unterschiedlichen, meist aber politisch-satirischen Themen. Der auf der 4. artbook.berlin vorgestellte Widerdruck-Kalender 2016 feiert 100 Jahre Dada.
Foto: Marc Berger
In 100 gedruckten Exemplaren lobpreisen dieses Jubiläum Annegret Frauenlob & Katja Labedzki, Werner Hiebel von der Offizin Albis, carpe Plumbum, die Harriswegfeldpresse, Thomas Konietschke von der Käfertalpresse, Daniel Kunz aus Basel, die Edition Linksrum mit einem Linolschnitt in zwei Farben auf rotem Papier gedruckt, der Mückenschweinverlag aus Stralsund, die Offizin Parnassia, die Rehlensche Handpresse, Birgit Reichert von der Sonnenbergpresse, die Edition Schwarzdruck und Stichting GrotesQue aus Amsterdam. Einige wenige Exemplare des Kalenders sind noch käuflich bei der Edition Schwarzdruck zu haben ...
Mit diesem Kalender ist übrigens auch eine Grundlage der hoffentlich wunderbaren Dada-ist-100-Ausstellung in Gransee und anderen Kleinstädten gelegt.

è Edition Schwarzdruck
Mauerstraße 4a | D-16775 Gransee

*
Marc Berger

Mittwoch, 25. November 2015

Prozesse – Holzschnitte und Zeichnungen

Unter dem Thema Prozesse stellt der Verein der Bibliophilen und Graphikfreunde Magdeburg und Sachsen-Anhalt e.V. „Willibald Pirckheimer“ im Literaturhaus den Holzschneider Siegfried Wagner und seine Werke vor.
Siegfried Wagner (*5.8.1941, Waldenburg) erlernte zunächst das Handwerk des Keramikmalers und studierte dann von 1960 bis 1964 an der Fachschule für angewandte Kunst in Magdeburg dekorative und Bühnenmalerei. Es folgten Tätigkeiten als Transportarbeiter, Rangierer und Plakatmaler. Ab 1968 ist Siegfried Wagner freischaffend tätig.

Vernissage: 25. November 2015 19:00 Uhr, der Künstler ist anwesend, einführende Worte: Jörg-Heiko Bruns
Ausstellung: 25. November 2015 - 29. Januar 2016

Literaturhaus Magdeburg
Thiemstraße 7, 39104 Magdeburg

Dienstag, 24. November 2015

Buchkunst am 1. Adventswochenende

weitere Informationen zur 5. Buchkunst Weimar durch Klick auf das Plakat

Aus frühester Kindheit

Diese Abbildungen (bitte anklicken) zeigen Seiten aus einem Künstlerbuch, welches die schPeZi Presse auf der artbook.berlin 2015 präsentierte. Für den weihnachtlichen Gabentisch seiner Enkel Louis und Tom (ich hoffe, sie lesen hier nicht mit!) schuf Peter Zitzmann ein Malbuch für Groß und Klein "Nase & Mund". Die Idee dafür geht zurück auf ein altes und heute vergessenes Kinderspielzeug: Auf einer Karte war ein Gesicht im Profil zu sehen, auf dem die Linie zwischen Auge und Mund fehlte und durch ein kleines Kettchen ersetzt war. Wenn man die Karte leicht schüttelte, konnte man mit der Kette die fehlende Nasenpartie nachbilden und so der Zeichnung die lustigsten Nasen ins Gesicht zaubern. Im Malbuch können das nun die lieben Kleinen mit einem Stift tun, was sicher dem Drang von Kindern entgegenkommt, ein Buch nicht nur zu betrachten, sondern es spielerisch zu erleben und durch Einzeichnungen zu ergänzen, ein Drang, dem jeder Bücherfreund, auch wenn er es heute nicht mehr zugeben will, in jungen Jahren selbst einmal erlag.

Nase & Mund - Ein Malbuch für Groß und Klein, 2015
Text, Handsatz und Hasndpreseendruck von Peter Zitzmann
8 Typografiken, Aufl. 40 + 10 e.a., Format 30,2 * 21,5 cm,

Preis 120,00 €

Montag, 23. November 2015

Marginalien 219

Heute wurde das letzte Heft der Marginalien für 2015 ausgeliefert. Für Mitglieder liegt dem Heft der Holzschnitt Legende (1974) von Klaus Rosenspieß bei, Robert Wolf liefert dazu den Artikel Wider den Zeitgeist zur Bilderwelt dieses Künstlers. Matthias Haberzettl berichtet über seine Begegnungen mit Eduard Prüssen und Ferdinand Puhe schreibt über Peter Zitzmann und die schPeZi Presse mit dem 2. Teil einer Bibliografie. Weitere Artikel beschäftigen sich mit dem Dichter und Ethnologen Heinrich Stieglitz (Bernd-Ingo Friedrich), dem Antiquar Martin Breslauer (Thomas Reinecke) oder dem Pirckheimer Marc Berger (Marlies Schnaibel). Die Typographische Beilage widmet sich unter dem Titel Im Büchersaal der Bibliothek im Gedicht, gestaltet und gesetzt in der Fleischmann-Antiqua von Matthias Gubig.

Buchkunst & Grafik von Eduard Prüssen und anderen Künstlern

zu Städten, Ländern und Flüssen

Zum Projektthema 2015 des Literaturhauses Allgäu „Stadt – Land – Fluss“ zeigt die Ausstellung illustrierte Bücher, Grafiken und Zeichnungen aus der Sammlung des Pirckheimers Matthias Haberzettl bekannter deutscher und internationaler Künstler, u.a. Eduard Prüssen, George Grosz (1893-1959), Hermann Hesse (1877-1962), Karl Staudinger (1905-1983) und Prof. Lisa Beck.
Eduard Prüssen war nach seiner künstlerischen Ausbildung von 1949 bis 1953 an den Kölner Werkschulen zunächst als angestellter Grafiker beschäftigt; seit 1958 ist er freiberuflich tätig. 1962 gründete er seine Handpresse »Donkey-Press«, mit original-graphischen Werken in kleinen Auflagen. Einer seiner letzten Drucke, zwölf großformatige Farblinolschnitte zu Goethes Faust, steht im Mittelpunkt unserer Ausstellung – vom Osterspaziergang im Leipziger UmLAND bis zu Auerbachs Keller in der STADT.
Lisa Beck war jahrzehntelang als Professorin für Grafik-Design mit Schwerpunkt Schriftgestaltung an der Fachhochschule (heute: Hochschule) Augsburg tätig. Zusammen mit ihrem Lehrer und Mentor Eugen Nerdinger gab sie zahlreiche Bücher zu diesem Thema heraus. Handzeichnungen ihrer vielen Studienreisen, vom NIL bis ins Irakische HochLAND, bilden in ihrer kompositorischen Strenge und Klarheit der Linien ein passendes Gegenüber zu Prüssens Faust. Weitere illustrierte Bücher runden die Ausstellung ab – unter anderem von der Büchergilde Gutenberg aus den Zwanziger Jahren wie aus jüngster Vergangenheit.

Eröffnung: 27. November 2015, 19:30 Uhr
Ausstellung: 28. November - 12. Dezember 2015

Literaturhaus Allgäu
Immenstadt i. Allgäu, Bräuhausstr. 10

92 Suggestionen für ein Krematorium

Abbildung aus: Hartmut Andryczuk,
92 Suggestionen für ein Krematorium
Im Namen des Hybriden-Verlags freut sich die Galerie Patrick Ebensperger zur Eröffnung einer Sonderausstellung mit Künstlerbüchern, Zeichnungen, Musik und Filmen des Verlags einzuladen. Gezeigt wird außerdem die zur Ausstellung erscheinende Edition 92 Suggestionen für ein Krematorium von Hartmut Andryczuk. Seit 1993 entwickelt sich der von Andryczuk gegründete Hybriden-Verlag zu einem internationalen Forum für Künstlerbücher, dessen Editionen und Publikationen u. a. von den Sammlungen der Akademie der Künste, Berlin; der Bayerischen Staatsbibliothek, München; des Museum of Modern Art, New York; des Centre Pompidou, Bibliothèque Kandinsky, Paris; und des Literaturarchivs Marbach u.a.m. erworben werden. Der Verlag publiziert regelmäßig Werke von Jaap Blonk, Lea Draeger, Ulrike Draesner, Pierre Garnier, Hartmut Geerken, Valeska Gert, Freddy Flores Knistoff, Michael Lentz, Wolfgang Müller/Die Tödliche Doris, Ulrich Woelk, Herman de Vries u. v. a. m. 

Eröffnung am Samstag, 28. November, 16 – 19 Uhr

Galerie Patrick Ebensperger
Plantagenstraße 30, 13347 Berlin

die 4. artbook.berlin ist vorbei


Durch Klick auf die Dia-Show oder HIER können die Bilder einzeln betrachtet und heruntergeladen werden.
... Bericht folgt in Kürze!

4. Hamburger Antiquariatstag

Die Fahrt nach Hamburg hat sich wieder sehr gelohnt, beim Hamburger Antiquariatstag wurde Bibliophilen, Sammlern mit den verschiedensten Neigungen, literarisch, geschichtlich oder künstlerisch Interessierten viel geboten. ... ein paar Eindrücke vom Hamburger Antiquariatstag durch Klick auf das Bild.
(Ursula Saile-Haedicke, Versandantiquariat Tills Bücherwege)

Bilder, gepostet vom Antiquar Michael Solder, finden sich hier.
Und Ulrich Rose postete seine Fotos hier.

Hommage für Christa Wolf

In einem interessanten Projekt haben sich 22 Künstler und 10 Schüler der Kinder- und Jugend-Kunstgalerie Sonnensegel aus Brandenburg an der Havel zusammengefunden, um anläßlich des 85. Geburtstags von Christa Wolf das Künstlerbuch „Da fing ich an zu singen“ zu schaffen. Entstanden ist ein Buchkunstwerk in zwei Bänden mit Grafiken und Texten zu Liedern, die die Schriftstellerin in einer Nacht in Los Angeles gesungen hat. Die Buchgestaltung und Bindung übernahm Henry Günther Edition Balance / Atelier BuchKunst. Die Textvorgabe für das Projekt findet sich in „Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr. Freud“.
Die meisten Grafiken entstanden durch die Malerfreunde von Christa und Gerhard Wolf und wurden extra für diesen Band neu geschaffen. Dabei sind Manfred Butzmann, Jan Beumelburg, Regina Conrad, M. Enderlein, Ellen Fuhr, Dieter Goltzsche, Annette Gundermann, Henry Günther, Angela Hampel, Barbara Henniger, Martin Hoffmann, Rolf Kuhrt, Helge Leiberg, Gerda Lepke, Liz Mields-Kratochwil, Thomas K. Müller, Ronald Paris, Nuria Quevedo, Dagmar Ranft-Schinke, Christine Schlegel, Ruth Tesmar und Antje Wichtrey. Die Schirmherrschaft übernahm dankenswerte Weise Gerhard Wolf.

Von diesem Künstlerbuch sind noch zwei Exemplare erhältlich, die # 30/50 und die # 43/50.

Schuber mit zwei Bänden
Auflage 50 nummerierte Exemplare
Alle Grafiken wurden von den Künstlern signiert
Preis: 350 €


Armin Schubert – Projektleitung
14776 Brandenburg
03381 – 22 51 59

Sonntag, 22. November 2015

Veranstaltungshinweise in neuem Format


An dieser Stelle sei allen gedankt, die die stark beachtete Präsentation der Pirckheimer-Gesellschaft auf der artbook.berlin 2015 unterstützten. Am Stand trat ein Berliner Sammler und Bücherfreund spontan der Pirckheimer-Gesellschaft bei und die Flyer waren so gefragt, dass sie nicht bis zum Ende der Messe reichten. Eine kleine Fotostrecke und ein Bericht über die 4. artbook.berlin ist in Vorbereitung und wird in Kürze an dieser Stelle zu sehen sein.

Vom Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft Patrick Bischoff, der eine auch für spätere Veranstaltungen zu nutzende Verkleidung des Standes der Pirckheimer lieferte, wurde auf der Messe erstmals ein neues und interessantes Format des jährlichen Veranstaltungskalenders angeboten und dort zum ersten Mal vorgestellt.
Neben der gewohnten und bewährten Klappkarte kann der Veranstaltungskalender ab sofort als Schreibtischunterlage bestellt werden - rechts ein Kalender mit gekennzeichneten Veranstaltungstagen, links mit näheren Hinweisen zum betreffenden Abend.

Die drei großen Flüsse Berlins

ein Havelblatt, lautet der Titel einer Ausstellung von Arbeiten des Pirckheimers miley.
Landkarten waren für miley immer ein Gegenstand besonderen Interesses. Anregungen für dieses konkrete Projekt über die drei großen Flüsse Berlins fand der Künstler z.B. bei Fontane und den Originalen in der Mark.

Die Wasserstraßen wurden vom Künstler mit Holzschnitttechnik, Monotypien, Materialdrucken und Zeichnungen, abstrahiert, auf Silberburg-Bütten dargestellt. Informelle Bereiche wechseln mit handschriftlichen oder schablonierten Notaten, Kommentaren und collagierten Elementen.
Zunächst sind die Blätter als einzelne Arbeiten entstanden. Im Rahmen von buchbinderischen Aktionen sind bzw. werden aus einem Teil der Flussbilder Bücher entstehen.
Die Alben sind als Großformat angelegt, damit sie die Büttenblätter aufnehmen können. Die einzelnen Blätter sind so mit Papierstreifen eingeklebt, dass man sie auch später, ohne das Blatt zu zerstören, wieder herausnehmen kann.

Ausstellungseröffnung: 6. Dezember 2015, 12:00 Uhr
Ausstellung: 6. Dezember 2015 - 15. Januar 2016

Galerie Udo Würtenberger
Elberfelder Str. 10
10555 Berlin

Freitag, 20. November 2015

Herzlichen Glückwunsch zum 95sten

Aus Anlass des 95. Geburtstages des Ehrenmitgliedes der Pirckheimer-Gesellschaft, Prof. Wolfram Körner, hatte Ralph Aepler zu einem Empfang in ein Berliner Hotel geladen und viele Gratulanten ließen es sich, trotz teilweiser langer und beschwerlicher Anreise nicht nehmen, an diesem verregneten Novembertag einen alten Freund zu ehren.
Fritz Jüttner würdigte das Lebenswerk des Pirckheimers, des Chirurgen und bekannten Sammlers u.a. von Erotica oder IB in einer bewegenden Laudatio, angefangen vom Einsatz des Jubilars bei der Gründung der Pirckheimer-Gesellschaft bis zu seinem Wirken als Vorsitzender dieser Bibliophilen-Vereinigung ab 1981, über die problematischen Endachziger, bis zum Jahre 1994. Prof. Körner, den sein Beruf in fast alle Ecken der Welt verschlug, nutzte diese Reisen auch, um nicht nur eine bedeutende eigene Sammlung aufzubauen, er bereicherte nebenbei z.B. eine Sammlung von Fingerhüten, die vielleicht etwas skurilere Leidenschaft seiner Ehefrau. Vieles davon kann nachgelesen werden in den Memoiren des Jubilars, die bereits anläßlich seines 90. Geburtstages von der Pirckheimer-Gesellschaft herausgegeben wurden, ein Buch, das als Jahresgabe bei allen Mitgliedern im Bücherschrank steht. Selbstverständlich erwähnte Fritz Jüttner in seiner Laudatio das persönliche Engagement von Wolfram Körner für Sammlungen anderer Bücherfreunde, welches auch er in freundschaftlicher Verbundenheit häufig genießen konnte und schloss - alle Hörer hatten darauf gewartet - mit einem Zitat von Klopstock.

Donnerstag, 19. November 2015

Freundschaften und tiefe Einblicke in die Zeit

Unter diesem Titel zeigt das Museum Fürstenfeldbruck im Dezember und Januar über 60 Künstlerbücher deutscher und internationaler KünstlerInnen.
Warum sammelt ein Mensch über 40 Jahre hinweg Künstlerbücher und überlässt den sich auftürmenden Stapeln scheinbar die Herrschaft über seine Wohnräume? Es ist die Faszination dieser Kunstwerke, die experimentierfreudig auf das Buch Bezug nehmen und sich mit grundlegenden Fragen der menschlichen Existenz beschäftigen. Aus dem Leben mit der Kunst entsteht ein dichtes Netz an Kontakten mit Künstlern wie Zbigniew Jez, Michail Karasik, Julia Kissina, Hans Limmer, Gerhard Multerer und Ulrich Tarlatt, die den Sammler gelegentlich sogar in die Schaffung ihrer Kunstwerke einbinden und ihm diese widmen.
Über sechzig Künstlerbücher für Kinder und Erwachsene aus der Sammlung Reinhard Grüner belegen die Attraktivität dieser selten zu sehenden Kunstgattung: Wenn bildende Künstler ihre Phantasie zu eigenen oder fremden Texten spielen lassen, entstehen Kunstwerke von konzentrierter Aussagekraft. Sinnlich wahrnehmbar und ausdrucksstark spiegeln sie komplexe Erfahrungsräume menschlichen Lebens.
Zu dieser Ausstellung erscheint ein Katalog.  

3. Dezember 2015 - 31. Januar 2016

Museum im Kunsthaus
Museum Fürstenfeldbruck im Kloster Fürstenfeld
Fürstenfeld 6 / 82256 Fürstenfeldbruck

Mittwoch, 18. November 2015

Allmannigfalt’ge, 2015

Künstlerbuch über Goethes Frauen im Farbenkreis
Marianne von Willemer fügte als Suleika dem West-östlichen Divan „Hochbeglückt in deiner Liebe“ und die Gedichte vom Westwind und vom Ostwind hinzu. 
Allmannigfalt’ge nannte Goethe sie und bedichtete so auch den Blattwandel in seiner Metamorphose der Pflanzen „In tausend Formen magst du dich verstecken“. 
46 x 35,5 cm
vielfarbige Radierungen
Zeichnung und Handschrift
Leporellofaltung mit aufgehefteten Lagen
6 Varianten

Bei meinem neuen Künstlerbuch mit Frauen in Goethes Farbenkreis sind noch nicht alle Seiten eingebunden, aber am 21./22. muss es fertig sein für die Künstlerbuchmesse Am Flutgraben 3 auf der artbook.berlin Stand 32 und am 28./29. auf der 5. BuchKunst Weimar in der Neuen Weimarhalle.
Im Oktober habe ich in Dunjiangyan bei Chengdu, Sezuan die Celestial Canopy in Kupfer gebohrt, der wie ein Lesebogen gegen das Himmelslicht über den Weg gespannt ist auf dem Yulei Mountain oberhalb des 2000 Jahre alten Bewässerungssystems am Minjiang.
Herzliche Grüße und bis zum Wochenende!
Barbara Beisinghoff

Barbara Beisinghoff
Warburger Weg 20
34474 Diemelstadt Rhoden
video

Dienstag, 17. November 2015

... es ist angerichtet!


Der erste Koffer für den Stand der Pirckheimer-Gesellschaft auf der artbook.berlin ist gepackt. Wie der Kenner unschwer erkennt, ist vieles aus der Geschichte dieser Bibliophilen-Organisation dabei: Jahresgaben, darunter die erste von 1958 und die aktuelle aus diesem Jahr, Marginalien einschließlich des Reprints des Heftes 1 und sogar einige der legendären Speisekarten zu den Jahrestreffen. Und als Namen der Autoren und Künstler sind unter anderem zu lesen: Jürgen Kuczynski, Bruno Kaiser, Horst Kunze, Hans-Georg Sehrt, Lothar Lang, Alexander Olbricht, Frans Masereel, Werner Klemke, Axel Bertram, Egbert Herfurth, Matthias Gubig,  Angela Hampel und Karl-Georg Hirsch.
(ad)

Hinweis: Die Pirckheimer-Gesellschaft ist in der Kulturfabrik am Flutgraben in der 1. Etage an Stand 23 zu finden und teilt sich den Stand mit dem Berliner Bibliophilen Abend.

Silberfischchen lieben Papier

Christoph Roth mit einem „Patienten“, den
Rückenschmerzen plagen. Foto: Ralf Wege
Wussten Sie, dass Silberfischchen Papier lieben, dafür aber Druckerschwärze nicht mögen? Der Mehrzahl der Gäste eines gemeinsamen Vortragsabends des Telemann-Arbeitskreises Magdeburg und der Magdeburger Pirckheimer war dieser Umstand neu. Dass sie diese Wissenslücke geschlossen haben, dafür hat Christoph Roth gesorgt. Er war aus Leipzig nach Magdeburg gekommen und machte die Gäste im Gesellschaftshaus mit Grundzügen der Papier- und Buchrestaurierung vertraut. Bücher leben gefährlich. Feuchtigkeit, Wärme, kleine Insekten wie Silberfischchen oder Nager wie Mäuse gehören zu ihren Feinden. Dazu kommen die „Probleme“, die manches Papier schon mit der Geburt mitbekommen hat. Ebenso können Papiermacher (Stichwort Holzschliff), Schreiber, Drucker oder Buchbinder den Grundstein für spätere Leiden gelegt haben. Oft aus Unkenntnis oder aufgrund schlechter Rohstoffe, die verwendet wurden. Schlechte Zeiten – schlechtes Papier, brachte es Roth auf den Punkt. Das Ergebnis zeigt sich meist erst später ...
(Ralf Wege)

... vollständiger Beitrag auf pirckheimer-magdeburg.de.

Montag, 16. November 2015

Anja Tuckermann zu Gast bei den Berlin/ Brandenburger Pirckheimern

Auf der nächste Veranstaltung der Berlin-Brandenburger Regionalgruppe der Pirckheimer-Gesellschaft wird die Kreuzberger Autorin Anja Tuckermann im Antiquariat Brandel in Friedrichshagen aus eigenen Texten lesen.
Anja Tuckermann ist mit Romanen, Theaterstücken, Libretti und andere Texte für Musik und Kurzprosa bekannt geworden. Ihre Bücher behandeln u.a. das Schicksal von Sintikindern in der Zeit des nationalsozialistischen Regimes und nach dem Krieg. Bücher von ihr sind ins Norwegische, Schwedische, Dänische, Niederländische, Französische, Spanische, Katalanische und Chinesische übersetzt worden.

Lesung: 19. November 2015, 19:00 Uhr

è Antiquariat Brandel
Scharnweberstr. 59
12587 Berlin

Eduard Prüssen 
 – Farbstiftbilder, Pressendrucke


Geburtstagsausstellung für den heimkehrenden Stadtgrafiker



Der frühere Stadtgrafiker (1971 bis 1996) Eduard Prüssen kehrt anlässlich seines 85. Geburtstags mit seiner Ausstellung aktueller Werke aus einem völlig neuen Arbeitsumfeld nach Bergisch Gladbach zurück. Farbstiftzeichnungen bestimmen sein neues Tun.
Es ist der Versuch, anstelle einer lebenslänglichen Hetze mit erhofftem Rentenende, die täglichen Minuten mit Arbeit, die berauschende Höhen wie auch deprimierende Tiefenzeigen kann, auszufüllen, sie bewusst und vollkommen zu erleben. Es ist der Versuch, die Zeit zwischen der Stunde Null und der verborgenen Zukunft, zwischen Wirtschaftskonjunktur und Jugendarbeitslosigkeit, zwischen Ölpest und Reaktorunfall zu nützen, um im Augenblick eines Rückblickes nicht nur vergan­gene Zeit feststellen zu müssen. Und auch heute noch ist mir meine Kunst das Brot des Lebens, eine Erfüllung für die Seele.“
(Eberhard Prüssen)

Ausstellungseröffnung: 22. November 2015, 15:00 Uhr
Ausstellung: 22. November - 31. Dezember 2015

Kulturhaus Zanders
Hauptstr. 267-269
51465 Bergisch Gladbach

Werner Klemke in China

... Nachdem von Werrner Klemke illustrierte Bücher schon seit langem und oft in Japan erschienen sind (u.a. die Grimmschen Märchen sowie "Hirsch Heinrich" und "Das Wolkenschaf"), sind sie seit zwei Jahren nun auch bis nach China vorgedrungen. 
2013 erschien die chinesische Ausgabe von Benno Pludras "Lütt Matten" (Abb.), und im vergangenen Jahr Alfred Wellms "Pferdemädchen".
Ich konnte diese Bücher noch im März dieses Jahres über amazon.cn bestellen; mittlerweile scheinen sie dort nicht mehr erhältlich - wohl auch ein Zeichen des Verkaufserfolgs im "Reich der Mitte".
(Matthias Heberzettl)

Impress

Thomas Franke an seiner Lithografieschnellpresse von 1901,
Foto: Kai Hofmann - Museum für Druckkunst Leipzig
Aus Anlass des 25-jährigen Jubiläums des BBK LEIPZIG e.V. zeigt das Museum für Druckkunst aktuelle Arbeiten, die im Rahmen der druckgrafischen Symposien des Vereins im Sommer 2015 in Leipzig und Umgebung entstanden sind. Die Ausstellung wird ergänzt durch Werke aus über zwei Jahrzehnten. Erstmals wird eine Auswahl der beachtlichen Resultate der Symposien in einer gemeinsamen Schau präsentiert. Die alljährlich stattfindenden Symposien in Kooperation mit mehreren Druckwerkstätten vermitteln einen Überblick über die Tendenzen in der zeitgenössischen Druckgrafik im Hoch-, Tief- und Flachdruck. Die über 60 ausgewählten Grafiken zeigen, wie vital, innovativ und facettenreich diese Techniken sind. Unter den Teilnehmern sind sowohl Leipziger als auch internationale Künstler.

Eröffnung: 20. November 2015, es sprechen Dr. Susanne Richter (Direktorin des Museums für Druckkunst Leipzig), Lutz Hirschmann (Vorsitzender der BBKL e.V.) und Dr. Jeannette Stoschek (Leiterin Graphische Sammlungen, Museum der bildenden Künste Leipzig)

Ausstellung: 22. November 2015 - 24. Januar 2016

è Museum für Druckkunst Leipzig
Nonnenstraße 38
04229 Leipzig

Sonntag, 15. November 2015

H. Stefan Bartkowiak (1939 - 2015)

Stefan Bartkowiak ist am 5. November im Alter von 75 Jahren in Hamburg gestorben.
Heinz Stefan Bartkowiak wurde am 19. Dezember 1939 in Stuttgart geboren. Nach einer Lehre als Verlagskaufmann studierte er in Berlin Grafikdesign mit Schwerpunkt Illustration. Sein beruflicher Werdegang begann in Werbeagenturen und Filmproduktionen in Berlin, München, Frankfurt, Lugano und Hamburg. 1971 machte er sich als Filmdesigner und Filmproduzent selbständig.
Bei Freunden zeitgenössischer Buchkunst und allen Bibliophilen ist Heinz Stefan Bartowiak bekannt durch »Bartkowiaks forum book art« dessen Inhaber er seit 2007 war. Dieses Forum wurde 1988 als private Initiative von ihm mitgegründet und widmete sich bis 2005 in gedruckter Form, danach ausschließlich im Internet, der Veröffentlichung von Arbeiten gegenwärtiger Pressendrucker und Buchkünstler.
Bartkowiaks umfangreiche private Sammlung von Pressendrucken, Künstlerbüchern und Plakaten sowie seine Handbibliothek mit wichtigen Nachschlagewerken, Werkverzeichnissen und Katalogen wurde 2010 von der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg übernommen. 

è Traueranzeige der Familie im Hamburger Abendblatt

Kinderwelten

Bereits zum 60. mal findet im Klingspor-Museum die internationale Kinderbuchausstellung statt.
In diesem Jahr ist ein großer Teil der Ausstellung dem Rückblick auf diese 60 Jahre gewidmet. Die ausgewählten Bücher zeigen nicht nur den Wandel der Themen und der Illustrationsstile, sondern auch ein sich wandelndes Verständnis, was das Kinderbuch vermitteln soll. 
Spätestens seit den siebziger Jahren begann sich das Kinderbuch zu emanzipieren und räumte mit der vermeintlich heilen Kinderwelt auf. Relevante Themen der Zeit fingen nun an, einen breiteren Raum einzunehmen. Ob Raumfahrt, Umweltzerstörung oder Atomkraft, der gesellschaftliche Diskurs findet seinen Niederschlag im Kinderbuch. Ein weiteres Thema sind kindliche Befindlichkeiten. 
Natürlich dürfen in der Ausstellung auch Klassiker, die Generationen Kindern begleitet haben, wie die Raupe Nimmersatt und Janoschs Tiger und Bär nicht fehlen. Mancher kann sein Lieblingsbuch der Kindheit wiederentdecken. 
Wie in jedem Jahr werden auch wieder ausgewählte Neuerscheinungen gezeigt. Über 30 Verlage aus dem In- und Ausland haben etwa 100 Neuausgaben zur Verfügung gestellt, die auf Lesetischen und Vitrinen zum Blättern, Schauen, Lesen und Vorlesen einladen. 
Auch das zeitgenössische Bilderbuch eröffnet einen spannenden Blick auf aktuelle Wünsche an Kindheit und Erziehung und kann als Spiegel gesellschaftlicher Konventionen und kindlicher Lebenswelt gelesen werden, worauf die Ausstellung der Neuerscheinungen ein besonderes Augenmerk legt. Die tierischen Helden werden in diesem Jahr durch die Originalzeichnungen und Skizzen der Stipendiatin des Troisdorfer Bilderbuchstipendiums Anja Mikolajetz für ihr 2015 erschienenes Kinderbuch ‚Das Herz des Affen‘ bereichert. 
Ein umfangreiches Programm aus offenen Workshops, Mitmachtheater und Gesprächen begleitet die Ausstellung.

Eröffnung: 6. Dezember 2015,11 Uhr
Ausstellung: 6. Dezember 2015 - 14. Februar 2016

è Klingspor-Museum
Herrnstr. 80
63065 Offenbach

Freitag, 13. November 2015

Bibliophilen-Abend als Taschenbuch erhältlich

Die an dieser Stelle bereits vorgestellten Erzählungen zum Bibliophilen-Abend des Pirckheimers Harald Kugler werden mit den beiden Teilen „Der Bibliophilen-Abend“ und „Die Magie der Bücher“ bei der edition winterwork erscheinen und im Buchhandel vertrieben, dort allerdings nur in Broschur. Die Pappband-Ausgabe kann nur noch direkt beim Autor erworben werden.
Aus dem Klappentext: " ... Bücher ... haben oft auch eine ganz eigene Geschichte zu erzählen. Wie vielfältig Bücher unser Leben bestimmen, davon handelt der vorliegende Band „Bibliophilen-Abend“ in zwei Teilen. Neunzehn Erzählungen beschäftigen sich mit dem Leben der Bücher und deren Besitzern. ... "
è Leseprobe

Harald Kugler
Bibliophilen-Abend in zwei Teilen
Der Bibli
ophilen-Abend / Die Magie der Bücher
Taschenbuch
November 2015
564 Seiten | ca. 14,8 x 21,0 cm
ISBN: 978-3-96014-043-6
19,90 €

pirckheimer-gesellschaft.org

Die Homepage der Pirckheimer-Gesellschaft musste kurzzeitig abgeschaltet werden, ist aber in Kürze wieder unter der gewohnten Adresse erreichbar.
Die ursprüngliche Seite, die allerdings seit September nicht mehr aktualisiert wird, kann bis zur erneuten Freischaltung hier eingesehen werden.

Anm. 14.11.2015: Es wurde jetzt eine Weiterleitung an pirckheimer.org geschaltet - unter dieser Adresse wird eine Spiegelung der ursprünglichen Seite aufgerufen.

Mittwoch, 11. November 2015

‹usus› auf der 4. artbook.berlin und der 5. Buchkunst Weimar

artbook.berlin Kunstfabrik am Flutgraben Ulrike Stoltz Uta Schneider 5. Buchkunst Weimar

Goldene Zeiten


Meisterwerke der Buchkunst von der Gotik bis zur Renaissance
In der Ausstellung "Goldene Zeiten" wird die Österreichische Nationalbibliothek über den Jahreswechsel über 80 einzigartige Exponate aus über 200 Jahren Buchkultur präsentieren. Großformatige Prachthandschriften der Gotik, die für Herzog Albrecht III. oder Kaiser Friedrich III. angefertigt wurden, stehen neben Meisterwerken der Renaissance-Buchkunst. Gemeinsam dokumentieren sie den Übergang von der mittelalterlichen Handschrift zum gedruckten Buch der Neuzeit – eine Medienrevolution vergleichbar mit der Erfindung des Internets.
Höhepunkt der Ausstellung ist das Evangeliar des Johannes von Troppau aus dem Jahr 1368: Die von Herzog Albrecht III. (1365–1395) beauftragte Prachthandschrift gilt als der Gründungscodex der kaiserlichen Hofbibliothek und wird am Beginn dieser Ausstellung nach vielen Jahren erstmals wieder öffentlich gezeigt, bevor sie Anfang Dezember aus konservatorischen Gründen durch ein Faksimile ersetzt wird.

Ausstellung: 20. November 2015 - 21. Februar 2016

è Österreichische Nationalbibliothek

Sonntag, 8. November 2015

in eigener Sache

Dieser Blog hieß 6 Jahre lang Pirckheimer-Blog, wurde dann für fast 2 Jahre zum Bibliophilen-Blog (siehe: 2014, in eigener Sache) und ist ab heute erneut der Pirckheimer-Blog. Mit dieser Rückbenennung wird das Anliegen des Blogs wieder deutlicher: Es ist eine Plattform zum Informationsaustausch von Mitgliedern der Pirckheimer-Gesellschaft und damit natürlich für jeden bibliophil Interessierten.
Und: wer sich für die Themen dieses Blogs interessiert findet seine Freunde in der Pirckheimer-Gesellschaft. Weitere Informationen können hier angefordert werden.

1 Kommentar: Ralf Wege hat gesagt ...

Der Vorstand der Pirckheimer-Gesellschaft freut sich,
Mein Fotodass Abel Doering den Blog als Plattform der Pirckheimer-Gesellschaft fortführt und wünscht ihm dafür viel Erfolg. Je mehr Bücherfreunde sich im Blog beteiligen, umso interessanter wird er. Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft muss man dafür nicht sein, kann es aber werden. Ich bin sicher, dass nicht nur die Pirckheimer, sondern alle Freunde des Buchs und der Grafik diesen Blog als einen Ort des lebendigen Austausches gestalten werden.
9.10.2015

Samstag, 7. November 2015

Pirckheimer auf der artbook.berlin

Neben einigen Mitgliedern der Pirckheimer-Gesellschaft, wie Marc Berger, Hanfried Wendland, P.J. Moosbrugger oder Peter Zitzmann, die als Buchkünstler oder Herausgeber von Pressendrucken an der vierten artbook.berlin teilnehmen, werden die Pirckheimer auch als Gesellschaft auf der Messe vertreten sein. Damit unterstreicht auch diese Bibliophilen-Vereinigung die wachsende Bedeutung dieser Messe, die sich seit 2012 in der Hauptstadt etabliert. Stellten sich die Pirckheimer 2014 noch mit einem kleinen Stand vor, werden sie in diesem Jahr mit einer umfangreichen Auswahl von Publikationen vertreten sein, die teilweise sogar zum Kauf angeboten werden können.
Auch ein rechtzeitig fertig gewordener neu gestalteter Flyer (Abb.) wird auf der artbook erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.


... weitere Informationen hier!

5. Buchkunst Weimar

Zum 5. Mal findet die Biennale Buchkunst Weimar statt, veranstaltet von Gudrun Illert (Atelier G) in Zusammenarbeit mit der Klassik Stiftung Weimar.
Gezeigt werden wie gewohnt bibliophile Kostbarkeiten, Originalgrafiken, Malerbücher, limitierte Handpressendrucke, Unikatbücher bis hin zu Buchobjekten von hoher künstlerischen und handwerklichen Qualität. Alle gezeigten Künstlerbücher sind Exponate, die in keiner Buchhandlung zu finden sind und können gekauft werden.
anja harms, »goethe · der zauberlehrling«
(c) Anja Harms
Unter den Ausstellern finden sich wieder Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft, wie Johannes Häfner (Brothers in Art), Jens Henkel (burgart-presse) und Peter Zitzmann (schPeZi-Presse). Daneben auch weitere bekannte Buchkünstler, von denen hier nur beispielhaft genannt seien Barbara Beisinghoff (Die gläserne Libelle), Rainer Ehrt (Edition Ehrt), Frank Eißner (Frank Eißner Handpresse), Christian Ewald (Katzengraben-Presse), Tina Flau (Atelier Flau) und Henry Günther (Edition Balance), Anja Harms (Ateliers Anja Harms), Uta Schneider und Ulrike Stoltz, (usus), Klaus Süß, Susanne Theumer oder Uwe Warnke (Uwe Warnke Verlag). Die komplette Teilnehmerliste kann hier nachgelesen werden.
Mit dem Anliegen, künstlerischen Nachwuchs zu fördern, bekommen auch Studierende der Burg Giebichenstein und der Alanus Hochschule Alfter die Möglichkeit, die ihre hohe Kreativität bei Künstlerbüchern zeigen.

Messe: 28. und 29. November 2015

Seminargebäude des
congress centrum neue weimarhalle
Weimar, UNESCO-Platz 1


Dreierlei
Neue Lyrik, Grafik und Musik aus Thüringen
Am 28.11.2015 laden Literarische Gesellschaft Thüringen e.V., via nova - zeitgenössische Musik in Thüringen e.V. und burgart-presse Rudolstadt in die Bibliothek des „Hotel Elephant“ ein.


Hotel Elephant | Weimar, Markt 19

Mittwoch, 4. November 2015

Bücher der Stunde Null

Foto © Ralf Parkner
Am 4. November wurde im Landratsamt Beeskow die Ausstellung "Den Trümmern abgetrotzt - Bücher der Stunde Null | Die Sammlung Lothar Lang" eröffnet. Sören Gundermann umrahmte die Veranstaltung musikalisch.
Neben dem Vorsitzenden der Pirckheimer-Gesellschaft, Dr. Ralph Aepler, waren die Pirckheimer Jutta Osterhof, Robert Wolf, Dr. Carsten Wurm, Konrad Hawlitzki, Rainer Kolitsch und Ralf Parkner zur Eröffnung angereist.
Die Journalistin Elke Lang 
(im Bild rechts neben der Vitrine), ebenfalls langjähriges Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft und 30 Jahre lang Ehefrau des Kunstwissenschaftlers Lothar Lang, hat diese Ausstellung konzipiert und ein, die Ausstellung begleitendes Buch herausgegeben, welches vom ebenfalls anwesenden Künstler Felix M Furtwängler (im Bild lks.) gestaltet wurde.
(... weitere Fotos von Ralf Parkner auf fb)

siehe auch MOZ, 5.11.2015: Bücher aus der Zeit der Trümmer

Buch des Monats

Stadtansichten
Bereits heute leben 54 Prozent der Menschen in Städten, in der Mitte unseres Jahrhunderts sollen es zwei Drittel sein. Die Stadt gilt einerseits als Sehnsuchtsort, der bessere Lebensmöglichkeiten verspricht, andererseits als Stätte des Elends. In der Buchkunst wird das Thema Stadt in all seiner Ambivalenz aufgegriffen: von der spätmittelalterlichen Darstellung des Paradieses als Stadt über die miserablen Lebensbedingung der Massen in den rasant gewachsenen Städten im frühen 20. Jahrhundert bis zur höchst aktuellen Frage, „Wem gehört die Stadt?“. Martina Weiß spannt einen Bogen von Dürers Vorstellung des himmlischen Jerusalem über Frans Masereels expressionistische Holzschnitte des urbanen Lebens bis zu Andrew Castruccis Kampf um bezahlbaren Wohnraum in New York.

Buch des Monats: 6. November 2015, 14 Uhr
Eintritt: 4 Euro, Mitglieder: 2 Euro

Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Die Magie der Bücher in Freital

... Auch die gestrige Lesung in der Spielbühne Freital, ein skurriler Veranstaltungsort in einem ehemaligen Fabrikgebäude, war ein voller Erfolg, wenn auch nicht vor ganz so vielen Zuhörern, dafür aber bei einem jüngeren Publikum. Ich war erstaunt, wie interessiert die Zuhörer an der Bibliophilie waren und wie wenig Vorstellungen sie von unserer Leidenschaft haben. Der Frageteil im Anschluss war beinahe länger als meine Lesung „Der Magie der Bücher“.
(Harald Kugler via fb)

... siehe auch "Der Bibliophilen-Abend"

4. Hamburger Antiquariatstag

Im Jahre 2012 wagte der Veranstalter Detlef Thursch auch in Hamburg einen Neustart des Antiquariatstags, der die Tradition der 1990 ins Leben gerufenen Quod Libet in der Hamburger Börse aufgreift. Das Konzept der terminlichen Einbindung in den Hamburger Auktionsherbst ist aufgegangen - auch 2015 werden 26 Antiquariate aus ganz Deutschland, Schweden und den Niederlanden dabei sein.

Messe: 21. November 2015
Wiesendamm 3
22303 Hamburg

Dienstag, 3. November 2015

ein neues Erscheinungsbild des BBA


Auf der vierten artbook.berlin wird wieder, wie bereits 2014, der Berliner Bibliophilen Abend e.V. mit einem kleinen Stand vertreten sein.
Dort wird auch erstmals ein neu gestalteter Flyer mit einem ebenfalls erneuerten Logo des BBA ausgelegt. Einen ersten Eindruck kann man bereits durch Klick auf die nebenstehende Abb. erhalten (die darin vermerkte E-Mail-Anschrift wird allerdings erst in einigen Tagen eingerichtet sein).

ILLUMAT Kalender 2016

Ab sofort ist der ILLUMAT Kalender 2016 aus dem Mückenschwein Verlag erhältlich.
Der Illustrationsautomat hat für jeden Tag des Jahres 2016 eine poetische oder witzige, ernste oder unterhaltende, lustige oder listige Zeichnung parat. Entstanden sind die spontanen Bilder in nur wenigen Minuten bei Live-Aktionen des ILLUMAT aus den Wünschen und Ideen seines Publikums. Herz und Hand des charmanten Automaten sind Illustratoren aus Weimar.
"Es ist geschafft! Nach gut 12 Stunden Karussell laufen und vielen (sehr vielen) Kilometern haben wir den Illumat Kalender 2016 zusammen getragen. Ganze 56000 Bogen Papier mit Liebe von Hand sortiert. Vielen herzlichen Dank an all die fleißigen helfenden Hände."
(Mückenschwein-Buchbinder)

384 Seiten, 10,5 cm x 14,6 cm, Kalenderabreißbindung, 14 €

Rolf Lindemann

Radierungen und Lithographien aus 5 Jahrzehnten

Rolf Lindemann präsentiert in der 90. Ausstellung des Druckgraphik-Ateliers Radierungen und Lithographien mit innerer Dynamik, strenger Tektonik und starkem Rhythmus in den Thematiken Mensch, Menschengruppe, Landschaft, Raum und Stillleben in schwarzweiß und farbig kultivierter, malerischer Auffassung aus über 50 Arbeitsjahren.
Rolf Lindemann, geboren 1933 in Magdeburg, studierte von 1952 bis 1957 Malerei an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst Berlin u.a. bei Kurt Robbel, Bert Heller, Oskar Nerlinger, Gabriele Mucchi sowie Arno Mohr und ist seit 1957 als Maler und Graphiker selbständig bei Berlin tätig. Er erhielt einige Kunstpreise und gab sein Wissen in verschiedenen Lehraufträgen weiter. Auf nationalen wie internationalen Ausstellungen sowie in öffentlichen Sammlungen und Museen kann man seine Arbeiten betrachten.
Rolf Lindemann, Käthe-Niederkirchner-Straße (Prenzlauer Berg)
1989, 3-Farb-Aquatintaradierung, 22,8 x 25,3 cm
Die präsentierte Auswahl seiner Graphiken zeigt seinen Willen zu Bildbau und Bildvorstellung, Binnenstrukturen machen den Prozess erkennbar, in welchem Rolf Lindemann wie in seiner Malerei gesehene Realitäten, Wahrnehmungen mit dem „Dahinter“ anreichert, man spürt seine Freude des Machens und die sinnliche Selbstverständlichkeit. Die graphischen Mittel sind sehr bewusst und immer vom Malerischen her aufgefasst - flächig, fleckhaft gebaut, die Strukturen zu malerischer Bewegtheit zusammengefasst, dabei in gebrochene und gegenläufige, auch dissonante Bewegungen aufgefächert. Es dominiert nicht die Linie – wenn ist sie eher unterschwellig da, sie kann so auch entstehen aus flächigen Punkten oder selbst zur Fläche werden. Alles ordnet sich ein, auch eingesetzte Farbigkeit ordnet sich unter in seinen stillen, unpathetischen Blättern.

Eröffnung: 7. November 2015, 17-20 Uhr
Ausstellung: 7. November – 8. Dezember 2015

Druckgraphik-Atelier . Edition keller-druck
Dietrich-Bonhoeffer-Str. 3
10407 Berlin